Landrätin appelliert an die Vernunft und die Solidarität der Uckermärker

Seit dem 16. Dezember gelten deutschlandweit deutlich schärfere Kontaktbeschränkungen, das öffentliche Leben wird weitgehend heruntergefahren und viele Geschäfte müssen für den Publikumsverkehr schließen. Mit der dritten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung setzt auch Brandenburg die Beschlüsse aus dem Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten um. Grund für diese drastischen Einschränkungen sind die hohen Infektionszahlen, die leider auch im Landkreis Uckermark steil ansteigen.

Mir ist klar, dass die Regierungen mit diesem Vorgehen drastische Einschnitte in unser aller Leben vornehmen. Verzicht ist immer schmerzhaft, aber mit der Corona-Pandemie erleben wir gerade die größte Herausforderung der letzten Jahrzehnte. Das Virus ist inzwischen überall und es verbreitet sich mit einer unheimlichen Dynamik und Geschwindigkeit. Jeder könnte der Nächste sein, den es in Gefahr bringt. Solange kein zugelassener Impfstoff in ausreichend großer Menge vorhanden ist, können wir nur eins tun: Mit unserem Verhalten uns selbst und unsere Familien, Freunde und Kollegen schützen.

Dabei ist eine Kontaktbeschränkung auf das unbedingt erforderliche Maß das erste und sicherste Mittel der Wahl. Diesem Ziel dienen auch die neu beschlossenen Maßnahmen. Im Frühjahr haben wir es so geschafft, die Infektionszahlen zu senken. Ich bin zuversichtlich, dass wir das wieder schaffen können.

Weihnachten ist seit jeher das Fest der Familie, Silvester wird zumeist fröhlich und ausgelassen gefeiert und das neue Jahr lautstark mit großem Feuerwerk begrüßt. So kennen und lieben wir diese Zeit am Ende eines Jahres. Doch 2020 ist kein Jahr wie jedes andere. Und so werden auch die kommenden Feiertage für uns alle ruhiger, besinnlicher und nur in einem kleinen Kreis verlaufen.

Ich bitte Sie, die Vorgaben zu respektieren und einzuhalten. Es geht um nichts weniger als um Leben und Gesundheit. Wie schnell sich Infektionen ausbreiten und insbesondere unter den Menschen, die wir aufgrund ihres Alters oder ihres Gesundheitszustandes besonders schützen müssen, zu schweren Krankheitsverläufen bis hin zu Todesfällen führen können, haben wir erst in den zurückliegenden Tagen bei Ausbrüchen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen erleben müssen.

Mit Stand heute muss der Landkreis Uckermark aufgrund unserer örtlichen Gegebenheiten und der aktuellen Infektionslage keine Regelungen treffen, die über die landesrechtlichen Vorschriften hinausgehen.

Ich vertraue darauf, dass die Uckermärkerinnen und Uckermärker Verständnis zeigen und aktiv dabei mitwirken, die schwierige Lage gemeinsam und solidarisch zu meistern, damit wir bald wieder Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehren können. Und das hoffentlich bei bester Gesundheit! Ich wünsche Ihnen trotz allem ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein gesundes Jahr 2021.

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