Landrätin dankt Einsatzkräften – Für Hilfe in besonders betroffenen Hochwassergebieten

Kreis Soest (kso.2021.07.19.409.-rn). „Auf unsere vor allem vom Ehrenamt getragenen Feuerwehren und Hilfsorganisationen ist Verlass, das zeigt sich in diesen schweren Tagen.“ Landrätin Eva Irrgang dankt allen Einsatzkräften, die neben 860 unwetterbedingten Einsätzen am Mittwoch und Donnerstag im Kreis Soest auch in den besonders schwer betroffenen Gebieten Hilfe geleistet haben. Einsatzorte waren Altena, Balve, Lüdenscheid und Hemer im Märkischen Kreis, Gevelsberg im Ennepe-Ruhr-Kreis, Hagen, Leverkusen sowie Eschweiler bei Aachen.
Allein nach Eschweiler waren im Rahmen der 5. Feuerwehrbereitschaft, die aus Kräften der Kreise Soest und Unna sowie der Stadt Hamm besteht, am vergangenen Freitagabend 83 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Anröchte, Bad Sassendorf, Lippetal, Lippstadt, Möhnesee, Soest, Rüthen, Warstein und Wickede/Ruhr sowie die Drohnengruppe des Kreises Soest mit rund 20 Einsatzfahrzeugen und drei Booten aufgebrochen. Ebenso machten sich 15 Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes aus Warstein, Werl und Geseke mit drei Fahrzeugen auf den Weg in die Stadt bei Aachen. „Meine Anerkennung gilt diesen und allen anderen unermüdlichen Helferinnen und Helfern, die mit aller Kraft und bis zur Erschöpfung dazu beitragen, dass die Katastrophe, die unser Land getroffen hat, nicht noch größere Ausmaße annimmt“, betont Landrätin Eva Irrgang. „Ein herzliches Dankeschön möchte ich aber auch den Arbeitgebern sagen, die Einsatzkräfte für die Hilfeleistung freigestellt haben.“
Mit großem Erschrecken habe sie auf das Ausmaß der Hochwasserereignisse in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens, in Rheinland-Pfalz und jetzt auch in Bayern und Sachsen reagiert, so die Landrätin: „Mein Mitgefühl gilt den Betroffenen, die ihr Hab und Gut verloren haben, und den Angehörigen von Verstorbenen und Vermissten.“ Das ganze Land müsse jetzt zusammenstehen. Da sei es selbstverständlich, dass Solidarität gelebt und Hilfe dorthin entsandt werde, wo sie gebraucht werde. Landrätin Irrgang: „Besonders beeindruckt mich auch, dass viele Bürgerinnen und Bürger des Kreises Soest spontan auf privater Ebene Hilfsgüter und Spenden sammeln. Diese Welle der Hilfsbereitschaft ist bemerkenswert, aller Ehren wert und ein starkes Zeichen des Zusammenhalts.“
Die überörtlichen Einsätze dokumentieren für Kreisbrandmeister Thomas Wienecke auch die gute Zusammenarbeit der Einsatzkräfte. „Der Einsatz in Eschweiler der 5. Feuerwehrbereitschaft einschließlich der Versorgung durch unsere Hilfsorganisationen war beeindruckend. Neben den vielen verheerenden Bildern, die auf die Einsatzkräfte aus den Kreisen Soest und Unna sowie aus der Stadt Hamm einwirkten, berichten viele von ihnen aber auch über den Zusammenhalt“, zieht Wienecke Bilanz. In Eschweiler stieg der Pegel des Flusses Inde, der normalerweise bei 60 Zentimetern liegt, seit Mittwoch auf 3,80 Meter an. Ganze Straßenzüge der Stadt standen unter Wasser. Massive Störungen in der Trinkwasser- und Stromversorgung waren die Folge. Unter anderem musste ein Krankenhaus evakuiert werden. In acht Straßenzügen pumpte die 5. Feuerwehrbereitschaft die Keller der Anwohner leer. Sie half dabei, ein Krankenhaus vor dem Volllaufen des Kesselhauses zu bewahren und befreite Tiefgaragen von den Wassermassen.
Kreisbrandmeister Thomas Wienecke verweist in diesem Zusammenhang auch auf die übrigen Einsätze im Rahmen der überörtlichen Hilfe. Ein Teil des Einsatzstabes des Kreises Soest unterstützte am Donnerstag in der Stadt Leverkusen den dortigen Einsatzstab. Die Energie-Einheit NRW mit Standort Lippetal wurde von Mittwoch bis Donnerstagabend zur Versorgung eines Pflegeheims in Gevelsberg eingesetzt. Außerdem ist der BTP-B 500 (Betreuungseinheit für 500 Personen), bestehend aus den Hilfsorganisationen und Teilen des dienstfreien hauptamtlichen Rettungsdienstes, zu einer Hilfeleistung nach Hagen ausgerückt. „All diese Einsätze und der Einsatz am Donnerstag in Wickede haben noch einmal gezeigt, dass die interkommunale Zusammenarbeit der Feuerwehren im Kreis Soest funktioniert. Das ist gut so. Denn weitere Einsätze der überörtlichen Hilfe können noch angefordert werden“, betont Kreisbrandmeister Wienecke.
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