Landrat entsetzt über geplanten Kohleausstieg 2030

Koalitionsverhandlungen zu einer Ampel-Regierung beginnen.

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Sondierungsgespräche der Ampel-Koalition zwischen SPD, FDP und Bündnis90/Die Grünen, dass der beschlossene Kohleausstieg 2038 nun für 2030 vorgezogen werden soll, entsetzt Landrat Harald Altekrüger und bereitet ihm Sorge, nicht nur um die Kohle-Arbeitsplätze in der Region sondern um die gesamte Region Lausitz.

Dieses Kohleausstiegsgesetz ist in seiner endgültigen Fassung am 3. Juli 2020 sowohl vom Deutschen Bundestag als auch vom Bundesrat mehrheitlich beschlossen worden. Die Lausitzer hatten sich damit abgefunden und fragen sich nun, wie lebenswert bleibt die Region nach den Koalitionsgesprächen?

Trotz der Einhaltung der Klimaschutzziele sollten die Versprechen vor der Wahl nicht vergessen werden. So wie Olaf Scholz zum Thema Kohlekompromiss samt Kohleausstieg ein Versprechen an die Lausitz gegeben hat. Zitat: „Alle müssen sich an die Zusagen halten.“… und weiter ….“Die Lausitz kann sich auf mich verlassen.“ (Lausitz Magazin – Ausgabe 18/2021)

„Ich bin für Ehrlichkeit und für meinen Landkreis verantwortlich. Und der Landkreis wird eigens für 40 Millionen Euro eine Gesamtschule bauen, damit die jungen Menschen hier vor Ort eine Zukunft haben und vor allem hier bleiben.“ appelliert Altekrüger. „Natürlich wünsche ich mir, dass der Strukturwandel gelingt, jedoch bei einem vorzeitigen Kohleausstieg 2030, bekomme ich Bauchschmerzen, wenn ich dabei an die erforderliche Schaffung gleichwertiger Arbeitsplätze denke. Ein Bahnausbesserungswerk und eine Medizinerausbildung ist da zu wenig. Ich hoffe, dass die Lausitz sich auf den Kanzlerkandidaten Olaf Scholz verlassen kann.“ sagt Harald Altekrüger, Landrat des Landkreises Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa.

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