Landrat Uhe: Es gilt Schlimmeres zu verhindern – Inzidenz liegt bei 169,38 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner

Aktuell sind im Landkreis 219 Personen positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden. Zur gestrigen
Meldung verzeichnet der Landkreis 42 laborbestätigte Fälle mehr. Drei Erkrankte sind genesen. Seit
Ausbruch der Corona-Krise registriert das Gesundheitsamt im Landkreis Prignitz damit 528 Corona-Fälle.
Davon gelten 305 als genesen. Vier Personen sind verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis
aktuell bei 169,38/100 000 Einwohner.
„Der bundesweit stetige Anstieg der Infektionen ist auch in der Prignitz tendenziell zu verzeichnen“,
schätzt Amtsrärztin Dagmar Schönhardt die aktuelle Lage ein. Zunehmend seien es ältere Menschen, die
positiv getestet werden, informierte sie. Insgesamt befinden sich derzeit 770 Personen aller
Altersschichten in Quarantäne.
Dagmar Schönhardt, Geschäftsbereichsleiterin Bildung, Jugend, Soziales und Gesundheit, fordert
angesichts der exorbitant steigenden Infektionszahlen ein einheitliches Vorgehen des Bundes und der
Länder, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Der Landkreis sei darauf vorbereitet, beim Erreichen
des 200er Inzidenzwertes eine Allgemeinverfügung über zusätzliche Schutzmaßnahmen zur Absenkung
des Infektionsgeschehens zu erlassen.
Für die Diskussion über den Zeitpunkt der Verhängung eines härteren Lockdowns zeigt Landrat Torsten
Uhe, der sich noch in Quarantäne befindet, wenig Verständnis. „Je früher er kommt, desto besser“, ist er
überzeugt. Es gelte Schlimmeres zu verhüten.
Im Werkstattbereich der Lebenshilfe Prignitz in Wittenberge wurde ein Betreuer positiv getestet. Das
hatte zur Folge, dass 3 Betreuer und 20 Mitarbeiter mit Behinderung in Quarantäne versetzt wurden.
Ein positiv getesteter Fall an der Schule für Gesundheitsberufe in Perleberg führte dazu, dass 21 Personen
in Quarantäne geschickt wurden.

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