Landtagspräsidentin Liedtke zum Frauentag: Veränderungen nach der Krise sind notwendig

Der Internationale Frauentag steht in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie unter besonderen Vorzeichen. Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke erklärt anlässlich des Frauentages am 8. März:

„Die Pandemie bringt große Belastungen mit sich, die besonders Frauen direkt und indirekt betreffen. Ihre bewährte Flexibilität und Organisationsstärke werden in den Familien bis an die Grenzen und darüber hinaus gefordert. Hinzu kommen häufig Konflikte und Gewalt in der eigenen Wohnung; in den allermeisten Fällen sind Frauen die Leidtragenden. Im Berufsalltag haben Frauen einen Großteil der Lasten und Risiken zu schultern: Sie arbeiten häufiger in sozialen Berufen und in Teilzeit, verdienen weniger, sind aber Folgen der Pandemie stärker ausgesetzt.

Die Gesellschaft muss dies ernst nehmen und endlich für überfällige Veränderungen sorgen, angefangen bei besseren Löhnen für soziale Dienstleistungen wie Pflege. Mobbing, Hass und Gewalt gegen Frauen sind nicht hinnehmbar und müssen energisch bekämpft werden. Ein großer Fortschritt wäre es, wenn Frauen in politischen Ämtern und Funktionen stärker vertreten wären – das gilt auch und gerade für die Parlamente auf allen Ebenen. Denn politische Teilhabe und Einfluss sind der Schlüssel zu mehr Geschlechtergerechtigkeit.“

Der Landtag Brandenburg lädt anlässlich des Internationalen Frauentages zu einer Diskussionsveranstaltung ein. Unter dem Titel „Frauen in der Corona-Pandemie – Frauen am Limit“ werden im Plenarsaal Frauen aus der Mitte der Gesellschaft und Parlamentarierinnen über Erfahrungen, Probleme und Lösungsansätze sprechen. Die Veranstaltung findet statt

am Freitag, 12. März 2021, 18:00 Uhr

im Landtag Brandenburg, Plenarsaal.

Publikum vor Ort ist aus Corona-Schutzgründen nicht zugelassen; die Veranstaltung wird per Livestream auf der Website des Landtages übertragen: https://www.landtag.brandenburg.de/de/aktuelles/landtag_live_im_internet/396595

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