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Leichte Entspannung für Spree und Schwarze Elster

Cottbus Am 07.10.2019 haben die Mitglieder der länderübergreifenden Arbeitsgruppe „Extremsituation“ die Folgen der extremen Trockenheit in den Einzugsgebieten von Spree und Schwarzer Elster aktuell bewertet.  Nach den teilweise doch ergiebigen Niederschlägen der letzten zwei Wochen ist eine leichte Entspannung in den Fließgewässern der beiden Einzugsgebiete eingetreten. Die Wiederauffüllung der Talsperren und Speicher bis zum Frühjahr 2020 hat nun oberste Priorität. Die Arbeitsgruppe empfiehlt deshalb die Einschränkungen im Rahmen des Eigentümer- und Anliegergebrauchs weiter aufrecht zu erhalten. Dies betrifft insbesondere das Verbot des Abpumpens von Wasser aus Flüssen und Seen.

 

Spree

 

Die Niederschläge der letzten Tage bewirkten, zusammen mit den Stützungsabgaben aus der Talsperre Spremberg und dem Ablassen von Wasser aus Fischteichen, zuletzt einen Abfluss von etwa 8 Kubikmetern pro Sekunde in der Spree am Unterpegel Leibsch. Im Vergleich zu den letzten Wochen ist damit ein weiterer allmählicher Anstieg des Abflusses in der Spree zu verzeichnen, der allerdings immer noch deutlich unter dem mittleren Abfluss für den Monat Oktober von 18,4 Kubikmetern pro Sekunde liegt. Aufgrund des moderaten Abflussanstiegs wurde der durch die Wasserbewirtschaftung zu gewährleistende Mindestabfluss am Unterpegel Leibsch von 2,0 Kubikmeter pro Sekunde auf 2,5 Kubikmeter pro Sekunde erhöht.  Die noch vorhandenen Wasserreserven in den Bergbauspeichern und der Talsperre Spremberg werden bei normalen klimatischen Bedingungen ausreichen, um einen mittleren Niedrigwasserabfluss in den nächsten Wochen zu sichern. Soweit möglich wird die derzeitige meteorologische Situation für eine weitere Wasserspeicherung in der Talsperre Spremberg genutzt.  Der Wasserstand der Talsperre ist in den letzten 14 Tagen um 30 Zentimeter gestiegen.

Schwarze Elster

Auch an der Schwarzen Elster hat sich die Lage etwas entspannt. Die Schwarze Elster führt nach den letzten Niederschlägen wieder überall Wasser, auch im Abschnitt zwischen den Wehren Kleinkoschen und Senftenberg, der lange Zeit trocken gefallen war. Trotz der leichten Entspannung liegen die Abflüsse in der Schwarzen Elster weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Unterhalb von Senftenberg am Pegel Biehlen 1 beträgt der Abfluss unverändert nur etwa 0,4 Kubikmeter pro Sekunde. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im Oktober normalerweise bei 2,49 Kubikmetern pro Sekunde.Der Abfluss am Pegel Biehlen 1 wird hauptsächlich mit Wasser aus dem Sedlitzer See über die Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza gestützt. Der Wasserstand im Speicher Niemtsch (Senftenberger See) ist durch die Niederschläge nur um wenige Zentimeter angestiegen. Deshalb steht der Speicher nach wie vor nur eingeschränkt für die Stützung des Abflusses in der Schwarzen Elster zur Verfügung.

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