Werbeanzeigen

Lernen fürs Leben: ZDF-Doku „Terra X“ erklärt das Spielen im Tierreich

Im Tierreich spielen nicht nur Jungtiere, um Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Kondition zu perfektionieren und die Regeln ihrer Gemeinschaft kennenzulernen. Auch das Spielen im hohen Alter hat sich als gewinnbringend für das Individuum und für die Gruppe erwiesen. Die „Terra X“-Dokumentation „Spielen im Tierreich – Lernen fürs Leben“ stellt am Sonntag, 22. September 2019, 19.30 Uhr, vielfältige Formen und komplexe Funktionen des Spielens im Tierreich vor. Der Film ist in der ZDFmediathek unter terra-x.zdf.de bereits abrufbar.

Zu den verspieltesten Tieren zählen junge Raubkatzen. Löwenwelpen trainieren im Spiel das Kämpfen und lernen so die Rangordnung kennen. Gerade bei sehr intelligenten Tieren fördert ausgiebiges Spielen die Entwicklung des Gehirns. So erlernen junge Elefanten dabei nicht nur die Regeln und Beziehungen im Herdenleben, sondern auch, wie sie die 40.000 Muskeln ihres Rüssels geschickt einsetzen. Die Japanmakaken spielen bis ins hohe Alter mit Steinen. Der Primatologe Michael Huffman vom Primate Research Institute in Kyoto hält es für möglich, dass das Spielen vor Demenz schützt. Geradezu hemmungslos spielen Keas aller Altersklassen. Die grünen Bergpapageien haben sogar einen eigenen Ruf entwickelt, wenn einer von ihnen interessante Spielgegenstände gesichtet hat.

Früher dachte man, dass nur Säugetiere und Vögel spielen. In den vergangenen Jahren, in denen sich immer mehr Forscher dem Spielverhalten der Tiere gewidmet haben, wurde klar, dass auch Fische, Reptilien und Weichtiere spielen. Bei den meisten anderen Tierarten verhält es sich aber ähnlich wie bei den Menschen: Weil sie für Nahrung und Sicherheit sorgen müssen, haben die Erwachsenen schlicht kaum Zeit zu spielen.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: