Letzte Schicht für Wege auf dem LAGA-Gelände – kurzzeitige Sperrungen

Seit Dienstag erhalten die Wege auf dem LAGA-Areal ihren letzten Feinschliff. Rund zwei Wochen lang müssen Besucher mit Sperrungen einzelner Abschnitte rechnen

Das triste Grau der Wege auf dem Gelände der Landesgartenschau weicht seit Dienstag einem weichen Sandton: Auf die Asphaltwege zwischen der Beelitzer Innenstadt und der Nieplitz wird eine Quarzsandschicht aufgebracht, die mittels Epoxidharz auf dem Weg haftet. „Die Wege sind für extreme Belastungen ausgerichtet. Wenn sie fertig sind, kann hier auch wieder der Bauhof mit seinen Fahrzeugen drüberfahren“, sagt Enrico Stahn von der Firma Possehl Spezialbau, die die Wege herrichtet. Bis alles fertig ist, müssen die Beelitzer aber mit Einschränkungen rechnen: 24 Stunden nach Auftragen des Epoxidharzes dürfen die Wege nicht betreten werden, da das Harz erst aushärten muss.

Die entsprechenden Wegeabschnitte werden am Anfang und am Ende mit einem Bauzaun abgesperrt. „Wir bitten alle Beelitzer und Gäste äußerst dringend, sich an die Sperrungen zu halten. Ansonsten ruinieren sie sich die Schuhe“, sagt Bürgermeister und LAGA-Geschäftsführer Bernhard Knuth. Nicht ohne Grund haben die Schuhe der Mitarbeiter der Spezialfirma mehrere Zentimeter lange Stollen, sodass sie nicht mit dem Harz in Berührung kommen.

Und auch wenn das Harz ausgehärtet ist und die Absperrungen verschwunden sind, sollten Passanten noch vorsichtig sein: Eine lockere Quarzsandschicht bleibt noch einige Tage auf den Wegen, sodass sie etwas rutschiger sind als gewöhnlich. Das dient dem Schutz der unteren Sandkörner, die mit dem Harz verkleben. Erst nach einigen Tagen wird die lockere Schicht abgefegt. Dann sehen die Wege aber immer noch aus wie die reinen Sandwege in den weniger beanspruchten Arealen des LAGA-Geländes.

Angekündigt waren die Arbeiten bereits vor zwei Wochen, durch die vielen Regentage hat sich der Start jedoch etwas verzögert. Damit Asphalt, Harz und Sand eine optimale Verbindung eingehen, darf es nicht zu feucht sein. Auch im Morgennebel können die Arbeiten noch nicht beginnen. Deshalb ist auch noch kein genaues Ende abzusehen, rund zwei Wochen sind für die Arbeiten auf den zusammengenommen mehrere Tausend Quadratmeter großen Flächen vorgesehen. Da das LAGA-Gelände über eine nördliche und eine südliche Hauptwegeachse verfügt, ist es für Besucher weiter durchgehend geöffnet: Die Arbeiten sind so koordiniert, dass einer der Wege immer benutzbar bleibt.

Die Arbeiten betreffen nur das Areal östlich der Treuenbrietzener Straße zwischen der Altstadt und dem künftigen Festspielareal. Der Bereich wird nach der vom 14. April bis zum 31. Oktober 2022 dauernden LAGA als Stadtpark genutzt, die Wege hier werden deutlich stärker genutzt als in den Archegärten westlich der Treuenbrietzener Straße. Dort reicht eine wassergebundene Wegedecke aus, um den Ansprüchen zu genügen.

Die neue Sandschicht für die Asphaltwege gleicht die beiden Bereiche nicht nur optisch einander an, es läuft sich auf den Wegen auch deutlich angenehmer als auf normalem Asphalt. Zudem sorgt der helle Sand dafür, dass die Wege sich im Sommer nicht so stark aufheizen wie dunkler Asphalt – gerade in Hitzesommern, wie sie etwa 2019 und 2020 vorkamen, ein wichtiger Aspekt. Schließlich sollen sich die Besucher bei jedem Wetter in Beelitz wohlfühlen.

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