„Liebesfalle Internet“: ZDFinfo über die Maschen der Online-Betrüger

Im pandemiebedingten Lockdown fühlen sich viele Menschen verstärkt einsam. Für Internetabzocker, die ihre Opfer mit Liebeslügen oft um viel Geld bringen, sind das ideale Voraussetzungen. Am Freitag, 21. Mai 2021, 20.15 Uhr, beleuchtet die ZDFinfo-Dokumentation „Liebesfalle Internet – Die Maschen der Online-Betrüger“ die perfiden Maschen und lässt Frauen zu Wort kommen, die sich gegen die Verbrecher zur Wehr setzen. Die Doku von Jochen Schulze und Oliver Koytek ist ab sofort in der ZDFmediathek abrufbar.

„Romance Scam“ nennen Experten die Masche, bei der Frauen im Internet von angeblich im Ausland lebenden Männern angeschrieben werden. Mit geklauten Fotos und falschen Profilen kontaktieren sie ihre Opfer und gaukeln ihnen die große Liebe vor. Doch irgendwann bitten sie wegen eines angeblichen Notfalls um Geld – und immer wieder fallen Frauen auf diese perfide Abzocke herein.

Dagmar aus Stuttgart ist genau das passiert: Im April 2020 wurde sie über das soziale Netzwerk LinkedIn von einem Mann kontaktiert, der angeblich Amerikaner war und Kelly hieß. Die 64-Jährige war zu diesem Zeitpunkt seit zwei Jahren Witwe und lebte allein. Schon nach kurzer Zeit machte Kelly ihr einen Heiratsantrag und wollte sie in Deutschland besuchen. Doch dann wurde er angeblich überfallen und ausgeraubt. Er bat Dagmar um Hilfe, und sie lieh ihm 119.550 Euro, die sie nie wiedersah.

Helga Grotheer aus Bremen kennt viele Frauen, denen das Gleiche passiert ist. Nachdem sie selbst auf einen „Romance Scammer“ reingefallen ist, betreibt sie heute ein Forum, in dem sie betrogenen Frauen Rat und Hilfe anbietet – und dabei sogar noch einen Schritt weiter geht: Wenn ein Liebesbetrüger einen großen Geldbetrag fordert, besteht sie gemeinsam mit den betroffenen Frauen auf eine persönliche Übergabe. Mehr als 24 Mittelsleute, die im Auftrag der Betrüger das Geld abholen wollten, haben sie schon von der Polizei festnehmen lassen.

Am Dienstag, 25. Mai 2021, 8.30 Uhr, sowie am Samstag, 5. Juni 2021, 9.00 Uhr, zeigt ZDFinfo die Dokumentation erneut.

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