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LKWs der STEP mit Abbiegeassistenz-Systemen

LKW-Unfälle, bei denen der vielzitierte tote Winkel im schlimmsten Fall auch todbringend für schwächere Verkehrsteilnehmende ist, werden nicht nur emotional als besonders grausam empfunden: Auch empirisch ist das besondere Augenmerk auf den drohenden Zusammenprall zwischen den wuchtigen Maschinen und den nahezu ungeschützten Menschen eine relevante Größe.

„Im Unfallgeschehen des Radverkehrs besitzt der Konflikt zwischen rechtsabbiegenden Güterkraftfahrzeugen und den in gleicher Richtung geradeausfahrenden Radfahrern eine besondere Bedeutung. Wegen der hohen Verletzungsschwere sind derartige Konflikte besonders gravierend“, urteilt das Bundesamt für das Straßenwesen (BASt) als technisch-wissenschaftliches Forschungsinstitut des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in der Auseinandersetzung mit dieser Unfallsituation. Mehrere Untersuchungen des BASt liefen dazu bereits, um mehr über Zustandekommen, Umstände und Folgen dieser Kollisionen zu erfahren – und Gegenstrategien zu entwickeln.

Abbiegeassistenz-Systeme spielen bei der Verhütung solcher Unfälle eine zentrale Rolle. Die Stadtentsorgung Potsdam (STEP) als Halterin und Nutzerin zahlreicher LKWs hat das Problem früh erkannt: Bereits 2017 leitete sie dazu betriebsinterne Untersuchungen  und Tests ein. Das Ziel: Die Gefahren des toten Winkels für Verkehrsteilnehmende per Rad und zu Fuß durch den Einsatz von Abbiege-Assistenzsystemen auf ein Minimum zu reduzieren.

Beschlüsse konsequent umgesetzt

Bereits 2017 testete das Unternehmen verschiedene auf dem Markt befindliche elektronische Assistenzsysteme. Diese basieren zumeist auf dem Zusammenwirken einer weitwinkligen Kamera an der Spitze des Fahrzeugs, die insbesondere den Bereich rechts des LKWs lückenlos erfasst und die Situation via Bildschirm überträgt, mit zusätzlichen akustischen und optischen Warnsignalen an die LKW-Lenkenden. Dank eines Beschlusses der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung von Ende 2018, der den Einsatz dieser oft lebensrettenden elektronischen Helfer in den Fuhrparks kommunaler Unternehmen ausdrücklich forciert, konnte die STEP ihre Bemühungen konsequent umsetzen: Noch im gleichen Jahren ließ sie sich acht bestellte Entsorgungs-LKWs gleich inklusive der jeweils modelleigenen Abbiege-Assistenten liefern.

Testen, schulen, einbauen

Doch damit waren die Bemühungen der STEP noch nicht am Ende: Nichts weniger als das Optimum an Sicherheit wollte das orangefarbene Entsorgungsunternehmen für alle in den und um die LKWs erreichen. Firmeneigene Testreihen in der Praxis sollten unter diversen Assistenzsystem-Anbietern das bestmögliche Modell auch für eine Nachrüstung bei bereits vorhandenen Entsorgungs-LKWs herausfinden. Sieger aus Sicht der Praktiker bei der STEP wurde dabei das Modell „Luis Turn Detect“. Erkenntnis genug also, um die Sicherheitsoffensive beim Fuhrpark weiter voranzutreiben: Die unternehmenseigenen Werkstätten absolvierten Schulungen für Einbau, Wartung und Pflege der Luis-Abbiege-Assistenten, so dass sie bereits weitere zwei Dutzend LKWs mit diesem Modell nachrüsten konnten.

Freiwillige Aktionsteilnahme

Wie ernst es der STEP mit dem Sicherheitsanliegen ist, macht ein weiterer Vorstoß deutlich: Das Unternehmen hat sich erfolgreich an der „Aktion Abbiegeassistent“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur um eine sogenannte Sicherheitspartnerschaft beteiligt und ist nun zertifiziert. Bei der Aktion unterziehen sich teilnehmende Fuhrparks einer freiwilligen, vom Ministerium beurkundeten Überwachung von Umfang und Fortschritt bei Gebrauch und Nachrüstung von Abbiegeassistenten.
Baustellen gibt es für die STEP auch noch: Für Straßenkehrmaschinen haben die Mechatroniker des Unternehmens  noch kein geeignetes Nachrüstsystem ausfindig machen können. Doch spätestens im Frühjahr wollen sie dazu vollendete Tatsachen schaffen – damit auch die „kratzbürstigen LKW“ an Kreuzungen künftig achtsamer denn je die Kurve kriegen.

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