„Mach es in Potsdam!“: Ausbildungs- und Praktikumsführer der Landeshauptstadt Potsdam für 2021 erschienen

Wie eine aktuelle Studie der IHK Potsdam und Universität Potsdam zeigt, wünschen sich mehr als 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler mehr Informationen zu Unternehmen und Ausbildungsbetrieben in der Region. Daher ist es eine wichtige Aufgabe in der Landeshauptstadt Potsdam, die Schüler und Schülerinnen wie auch Eltern frühzeitig vertraut zu machen mit den vielfältigen Möglichkeiten einer beruflichen Ausbildung und den sich daraus ergebenen Chancen im anschließenden Berufsleben in der Stadt. Zum vierten Mal veröffentlicht die Landeshauptstadt Potsdam daher gemeinsam mit den Netzwerkpartnern des regionalen Netzwerkes „Fachkräfteforum Potsdam“ einen Ausbildungs- und Praktikumsführer. Mit dieser Publikation wird es erneut einen Überblick über freie und mögliche Ausbildungsberufe und – stellen, Praktika und Ferienjobs in Potsdam geben.

„Die Verfügbarkeit von Fachkräften ist einer der wichtigsten Faktoren für die Attraktivität und den Erfolg eines Standortes. Potsdam steht als wachsende Stadt und attraktiver Arbeits- und Lebensstandort derzeit gut da. Doch wird es auch in der Landeshauptstadt immer schwieriger für Unternehmen, geeignete Fachkräfte zu finden“, sagt Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam. „Wir wollen und müssen den zukünftigen Fachkräftenachwuchs in Potsdam behalten und binden. Daher ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler frühzeitig über die spannende Vielfalt der Ausbildungsberufe bei der Stadt und den zahlreichen interessanten Unternehmen in Potsdam zu informieren. Ich freue mich sehr, dass wir in einem für alle turbulentem Jahr mehr als 160 Potsdamer Unternehmen für unsere Publikation gewinnen konnten.“

Im Ausbildungs- und Praktikumsführer gibt es zahlreiche Hinweise und Tipps zur Berufsorientierung sowie wichtige Termine und Veranstaltungen. Den Schulen wird ein Arbeitsinstrument für den Schulunterricht zur Berufsorientierung und den Eltern zur Recherche interessanter regionaler Angebote in die Hand gegeben. Die Publikation liefert Informationen zu 163 Unternehmen in Potsdam mit rund 200 Ausbildungsberufen und zahlreichen Angeboten zum dualen Studium Die Unternehmen stellen sich jeweils mit einem Kurzprofil und ihren relevanten Stellen vor.

„Berufswahlentscheidungen sind für Schülerinnen und Schüler eine ganz besondere Herausforderung und stehen für die angesprochene Altersgruppe nicht unbedingt an erster Stelle. Der Ausbildungsführer der Landeshauptstadt Potsdam ist neben Onlineangeboten ein wichtiges Informationsmaterial, wenn es um die berufliche Zukunft der Jugendlichen geht. Der Ausbildungsführer sollte in der Familie diskutiert und angesehen werden, da bekannter Weise 80 Prozent der Berufswahlentscheidungen in der Familie getroffen werden“, sagt Wolfgang Spieß, Bereichsleiter Bildung bei der Industrie- und Handelskammer Potsdam.

Dr. Ramona Schröder, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Potsdam betont: „Die demografische Grundsituation hat sich mit der Pandemie nicht verändert – der Fachkräftebedarf wird nach der Krise wieder steigen und eine Ausbildung erhöht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich. Wenn wir wirtschaftlich in der Zukunft gut aufgestellt sein wollen, brauchen wir eine florierende Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen – bei einer stark schrumpfenden Demografie. Unerlässlich ist dabei eine immer bessere Vernetzung und Zusammenarbeit alle Partner, wofür wir unsere Jugendberufsagentur etabliert haben.“

Auch das neue Ausbildungsjahr ist von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Die gewohnten Möglichkeiten der Berufsorientierung am Übergang von Schule und Beruf mit all ihrer Vielfalt sind immer noch stark eingeschränkt. Umso wichtiger ist es, die Brandenburger Unternehmen mit ihren umfangreichen Ausbildungsangeboten in dem neu aufgelegten „Ausbildungs- und Praktikumsführer der Landeshauptstadt Potsdam“ vorzustellen. „Unsere Firmen brauchen fähige junge Leute während und nach der Krise mehr denn je“, sagt Dr. Peter Eulenhöfer, Bereichsleiter für den Bereich Arbeit, Energie, Gründung & Internationalisierung der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB). „Ziel muss es sein, die Ausbildungsangebote bekannt zu machen und die Jugendlichen hier in der Region zu halten.“

Carola Schulz, Koordinatorin für Potsdam vom Netzwerk Zukunft.Schule und Wirtschaft in Brandenburg sagte: „Perspektiven aufzeigen, das ist besonders in diesen Zeiten für alle Potsdamer wichtig, ob nun für Unternehmen oder Schülerinnen und Schüler auf der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz. Der Ausbildungs- und Praktikumsführer, welcher als Ergebnis der engen Zusammenarbeit der Mitglieder aus dem Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Potsdam unter der Leitung des Netzwerk Zukunft entstand, wurde jetzt zum vierten Mal durch die Stadt Potsdam aufgelegt. Er unterstützt regionale Unternehmen dabei, sich als attraktive Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe in Potsdam zu präsentieren. Das Netzwerk Zukunft.Schule und Wirtschaft für Brandenburg e.V. engagiert sich neben dem Fachkräfteforum in Potsdam für die Berufliche Orientierung von Jugendlichen in der Stadt und bringt als Netzwerk verschiedene Akteure an der Schnittstelle Schule und Wirtschaft zusammen.“

„Mit vier unterschiedlichen Ausbildungsberufen investieren wir in die Zukunft unseres Nachwuchses. Abgerundet wird die Berufsausbildung durch die Weiterbildung orthopädischer Fachärzte, die einen großen Teil ihrer Ausbildung ,Orthopädie und Unfallchirurgie‘ in unserer Klinik absolvieren können. Die jungen Menschen, die fachkompetent angeleitet und ausgebildet werden, können sich sicher sein, dass sie mit ihrer Entscheidung der Berufsausbildung, in Zukunft einen sicheren Arbeitsplatz haben werden. Für uns eine Win-Win-Situation. Durch die gemeinsame Pflegeschule im CKP Verbund im Berufsbildungswerk im Oberlinhaus gGmbH haben wir nun auch einen direkten hausinternen Partner für den theoretischen Ausbildungsteil, sodass eine enge Verzahnung zwischen Praxis und Schule ermöglicht wird“, so Andrea Benke vom Oberlinhaus, das sich zum ersten Mal  in der Publikation vorstellt.

Das Potsdamer Unternehmen Art-Efx ist schon zum vierten Mal dabei. „Wir suchen Nachwuchs für die Zukunft. So wie viele andere Unternehmen bilden wir für den Eigenbedarf aus. Der Ausbildungs- und Praktikumsführer Potsdam ist ein toller Wegweiser für die Fachkräfte von morgen und ein erneuter Schritt in die sichere Zukunft auf dem Arbeitsmarkt in Potsdam und Brandenburg“, sagte Franziska Walde, die als Ausbildungsleiterin bei Art-Efx arbeitet.

Der Ausbildungs- und Praktikumsführer ist eine gemeinsame Publikation des regionalen Netzwerkes „Fachkräfteforum Potsdam“ und erscheint einmal im Jahr. Die Broschüre ist erhältlich bei der Wirtschaftsförderung Potsdam unter 0331-289 821 oder per E-Mail unter wirtschaftsfoerderung@rathaus.potsdam.de. Online kann die Publikation auch unter www.potsdam.de/ausbildungsfuehrer heruntergeladen werden.

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