Maskenpflicht an Cottbuser Schulen und Horten wird teilweise gelockert

An Cottbusser Schulen und Horten gilt ab dem 17.11.2020 die Maskenpflicht
nur noch in den Schulgebäuden und dort, wo die Abstände nicht eingehalten
werden können. Sie gilt nicht mehr auf dem Schulgelände, beispielsweise in
Hofpausen, soweit der Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden
kann. Diese Entscheidung hat der Verwaltungsstab auf Anregung von
Oberbürgermeister Holger Kelch getroffen. Die entsprechende
Allgemeinverfügung der Stadt Cottbus/Chóśebuz wird angepasst und auf
www.cottbus.de veröffentlicht. An den Schulen soll außerdem flexibel geregelt
werden, wie vor allem Grundschülerinnen und –schüler regelmäßige Pausen
zum Durchatmen bekommen. Zudem wertet die Stadtverwaltung einen
Katalog mit Anregungen von Eltern aus, die der Kreiselternrat gesammelt
und übermittelt hat.
Zuvor hatte sich OB Holger Kelch u.a. mit Vertretern des Kreiselternrates,
dem Leiter des Staatlichen Schulamtes Uwe Mader sowie dem Leiter des
Verwaltungsstabes Thomas Bergner und Bildungsdezernentin Maren
Dieckmann in einer Telefonkonferenz zur aktuellen Situation an den Schulen
ausgetauscht. Dr. Steffi Schillem und Maik Jorsch-Schuppe vom
Kreiselternrat erläuterten dort die Gründe für den Widerspruch gegen die
Allgemeinverfügung und forderten bessere und detailliertere Informationen
zum Umgang mit den Regelungen.
Oberbürgermeister Holger Kelch: „Die aktuelle Entwicklung des
Infektionsgeschehens speziell an den Schulen gibt Anlass zur vorsichtigen
Hoffnung, dass sich das Ausbruchsgeschehen gerade dort moderater
gestaltet. Wir wollen daher den Kindern Freiraum geben und buchstäblich Luft
verschaffen. Diese Regelung ist ein gewisses Wagnis, weil niemand den
weiteren Werdegang voraussehen kann. Ziel war und ist es, die Schulen für
einen Präsenzunterricht offen zu halten. Das entspricht den Wünschen und
der Realität des Alltags der meisten berufstätigen Eltern. Wir wissen, dass wir
in dieser Situation den Kindern sehr viel abverlangen. Aber wir sehen auch,
dass die meisten Kinder die Einschränkungen mit bewundernswerter Geduld
und mit viel Verständnis ertragen und umsetzen.“
Bildungsdezernentin Maren Dieckmann: „Wir arbeiten intensiv an den
Projekten zur Digitalisierung von Schulen, doch dieser Prozess braucht Zeit.
Aber Digitalisierung kann nur einen Teil des Unterrichts ersetzen, nicht aber die sozialen Kontakte, die für Kinder immens wichtig sind. Das ist auch eine Lehre aus der ersten
Welle, die wir beherzigen wollen.“
Uwe Mader, Leiter des Staatlichen Schulamtes: „Die angepasste Regelung wird eine merkbare
Entastung bringen und auch Klarheit für die Lehrerinnen und Lehrer.“

%d Bloggern gefällt das: