Mehr Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche / Verwaltung stellt Handlungskonzept vor

Kinderarmut und die damit einhergehende soziale Benachteiligung sind in Potsdam wie andernorts eine Herausforderung, die Folgen für die gesellschaftliche Teilhabe von betroffenen Kindern und Jugendlichen hat. Die Landeshauptstadt Potsdam bringt daher ein Handlungskonzept zur Förderung von Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche in Potsdam für die Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung ein.

„Trotz Expansion ist der Anteil von Kindern und Jugendlichen, die auf Transferleistungen angewiesen sind, seit Jahren gleichbleibend. Verstärkt werden die Auswirkungen durch die zumeist räumliche Ballung von Familien in einzelnen Stadtteilen, was dort zu spezifischen Problemlagen, etwa im Kita- und Schulbereich, führt. Das von uns erarbeitete Handlungskonzept stellt ein ressortübergreifendes Vorhaben dar, welches vier zentrale Handlungsfelder für die nahe Zukunft herausstellt“, erläutert die Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Noosha Aubel.

Das vorgebrachte Set an Maßnahmen des Handlungskonzeptes wurde aufgrund der Corona-Pandemie noch einmal grundlegend überarbeitet. Es umfasst nunmehr Maßnahmen, die die Kenntnis und den Zugang zu Angeboten verbessern beziehungsweise erleichtern sollen. Darüber hinaus sollen der Ausbau und die Anpassung von Bildungs-, Betreuungs- und Beratungsangeboten die Hilfestellungen für die Kinder und Jugendlichen verbessern und die soziale Teilhabe erhöhen. Zusätzlich sollen die Schulen, die Stadtteile und die zivilgesellschaftlichen Initiativen gezielter als Ressourcen in die Förderung von Chancengerechtigkeit eingebunden werden.

Soziale Benachteiligung ist eine gesellschaftliche Herausforderung, die besonders aus Sicht der betroffenen Kinder und Jugendlichen hohe Dringlichkeit hat. „Hier stehen wir als Kommune in der Verantwortung. Hier müssen wir helfen. Das Handlungskonzept zur Förderung der Chancengerechtigkeit ist ein wichtiger Beitrag dazu, die individuelle Teilhabe von benachteiligten Kindern und Jugendlichen zu fördern“, so Aubel.

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