Minister Beermann sieht wichtige Aufgaben der Landesentwicklung bei den Städtekranz-Städten

Im Rahmen ihrer 51. Mitgliederversammlung tauschten sich die Vertreterinnen und Vertreter des Städtekranzes Berlin-Brandenburg mit Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) über die Zukunftsperspektiven der Städte aus. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Entwicklungen, Zukunftschancen und -aufgaben der Mitgliedsstädte in den Bereichen Landesplanung, Stadtentwicklung und Wohnen sowie Mobilität.

Infrastrukturminister Guido Beermann: „Die Städte des Städtekranzes haben sich insgesamt positiv entwickelt. Sie haben an Ausstrahlung gewonnen, auch über ihre eigenen Grenzen hinaus. Sie sind zugleich Motor und Anker in unserem Flächenland. Die Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie stellt uns alle jedoch vor große Herausforderungen. Es gibt aber auch Chancen, die sich durch neue Arbeits- und Wohnortrelationen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ergeben. Um diese großen Potenziale zu heben, sind neue Konzepte für die Stadtentwicklung und Mobilität sowie für weitere Zukunftsthemen wie den Klimawandel oder die Digitalisierung gefragt. Die Arbeitsgemeinschaft Städtekranz begleitet die Städte bei ihren Herausforderungen und wird dabei vom MIL intensiv durch fachliche Zusammenarbeit, verschiedene gemeinsame Projekte sowie Förderprogramme unterstützt.“

Die Städte in der Zweiten Reihe sehen sich gerade derzeit mit den Folgen der Pandemie noch stärker als wichtige Funktionsträger nachgefragt und stabilisieren den ländlichen Raum. Darüber hinaus sind die Nachfragen aus dem verdichteten Raum in und um Berlin nach Wohnraum hoch.

Elisabeth Herzog-von der Heide, turnusmäßig scheidende Vorsitzende der AG Städtekranz und Bürgermeisterin von Luckenwalde: „Wir freuen uns über das stetig anwachsende Interesse und entwickeln zukunftsfähige Konzepte für die Wohnraumentwicklung. Dafür ist es weiterhin unabdingbar eine solide Unterstützung in finanzieller Hinsicht, etwa im Rahmen der Städtebauförderung, für Infrastrukturausbau und -anpassungen zu erhalten.“

Den Städten des Städtekranzes ist hierbei auch eine leistungsfähige und klimaorientierte Verkehrsentwicklung wichtig. Die Voraussetzungen dafür sind in der Landesentwicklungsplanung angelegt.

Holger Kelch, neuer Vorsitzender des Städtekranzes Berlin-Brandenburg und Oberbürgermeister der Stadt Cottbus: „Die positive Entwicklung unserer sieben Städte kann durch den geschickten Einsatz der Digitalisierung noch gestärkt werden. Dieses politische Querschnittsthema, das auch für eine starke Wirtschaft in der zweiten Reihe steht, werden wir auf die Agenda nehmen.“

Darüber hinaus wurden bei der Mitgliederversammlung Themen wie die Aktivierung von Flächen für Gewerbe und Wohnen, die angespannte Haushaltssituation in den Städten sowie gemeinsame Veranstaltungen mit dem MIL diskutiert. Die AG Städtekranz Berlin-Brandenburg hat derzeit die Federführung der Plattform Starke Städte inne und bereitet den fünften Stadtentwicklungstag im Februar 2022 vor.

Mit den sieben Mitgliedsstädten Brandenburg an der Havel, Cottbus, Eberswalde, Frankfurt (Oder), Jüterbog, Luckenwalde und Neuruppin repräsentiert die Arbeitsgemeinschaft Städtekranz Berlin-Brandenburg wichtige Mittel- und Oberzentren des Landes Brandenburg. 1995 gegründet, widmet sich der Städtekranz dem Informations- und Erfahrungsaustausch zu zentralen Fragen der Stadtentwicklung in Form von gemeinsamen Aktivitäten und Projekten, aber auch in Form einer gemeinsamen Interessenvertretung nach außen.

Schirmherr der Arbeitsgemeinschaft ist von Beginn an der für Stadtentwicklung zuständige Minister im Land Brandenburg. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung will gemeinsam mit dem Städtekranz zentrale Zukunftsthemen der Stadtentwicklung voranbringen, wie beispielsweise Klimawandel, lokale Mobilitätswende und
Energie-/Wärmewende – auch unter Berücksichtigung der digitalen Transformation und dem Ausbau von Teilhabe und Partizipation an Stadtentwicklungsprozessen. Im Besonderen werden hierbei die Bedeutung der Städtekranz-Städte in der Metropolregion Berlin-Brandenburg als sogenannte Städte in der „Zweiten Reihe“ und damit verbundene Entwicklungspotenziale in den Blick genommen.

Die Arbeitsgemeinschaft Städtekranz Berlin-Brandenburg ist eine von insgesamt drei wichtigen kommunalen Arbeitsgemeinschaften im Bereich Stadtentwicklung. Unter dem gemeinsamen Dach der „Plattform Starke Städte“ kooperiert die Arbeitsgemeinschaft mit dem Städteforum Brandenburg sowie der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg.

%d Bloggern gefällt das: