Ministerin Nonnemacher zum Tag der Krebsvorsorge: „Früherkennung rettet Leben“

Zum „Tag der Krebsvorsorge“ (Montag, 28. November) appelliert Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher an alle Brandenburgerinnen und Brandenburger, ihre Krebsvorsorgetermine wieder verstärkt wahrzunehmen: „Die Krankenkassen informieren über die Vorsorgeuntersuchungen und Maßnahmen, die für die Krebsprävention wichtig sind.“

Laut einer aktuellen Studie des Bundesverbands der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) sind mehrere Untersuchungen zur Früherkennung von Krebs während der Corona-Pandemie weniger in Anspruch genommen worden. So gab es einen deutlichen Rückgang bei der Hautkrebsvorsorge. Demnach sank die Teilnahmezahl der gesetzlich Versicherten in Brandenburg im ersten Quartal dieses Jahres um knapp 19 Prozent unter das Niveau des Vergleichszeitraums von 2019 vor der Pandemie. Bei Untersuchungen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs habe es im ersten Quartal 2022 ein Minus von gut 14 Prozent gegeben.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Diese Zahlen sind erschreckend. Während der Pandemie wurden wichtige Untersuchungen aufgeschoben, aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus. Das so Versäumte muss dringend nachgeholt werden. Früherkennung kann Leben retten. Je früher eine Krebserkrankung diagnostiziert und behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Nutzen Sie darum regelmäßig die verschiedenen Angebote zur Krebsfrüherkennung, die Ihre Krankenkasse für Sie bereit hält.“

Krebs ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. In Brandenburg erkrankten laut Schätzung des Gemeinsamen Krebsregisters von Brandenburg und Berlin im Durchschnitt der Jahre 2016-2020 jährlich rund 10.000 Männer und 7.700 Frauen an Krebs (ohne nichtmelanotischen Hautkrebs).

Die AOK und die Deutsche Krebsgesellschaft haben den 28. November zum jährlichen „Tag der Krebsvorsorge“ ausgerufen, um deutschlandweit für das Thema Krebs-Früherkennung zu sensibilisieren.

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