„Mit der Familie durch die Corona-Krise“ – Staatssekretär Ranft eröffnet Themenjahr

Die besondere Belastungssituation von Familien in der Corona-Pandemie ist die Überschrift des neuen Themenjahres der Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände (LAGF). Zur digitalen Auftaktveranstaltung würdigte Sozialstaatsekretär Michael Ranft die Leistung der Familien in der aktuellen Krise: „Familien sind das Rückgrat unserer Gesellschaft, das erleben wir in diesen Tagen sehr deutlich.“

Schließung von Kindertagesstätten, Schulen und Ausbildungsstätten, Homeoffice, Betreuung und Beschulung der Kinder in der eigenen Wohnung, eingeschränkte Sport- und Freizeitangebote, zusätzliche Kosten im Haushalt – die Eindämmungsmaßnahmen gegen das Corona-Virus treffen Familien in besonderem Maße. Die LAGF stellt ihr Themenjahr darum unter das Motto „Mit der Familie durch die Corona-Krise“. An der digitalen Auftaktveranstaltung nahmen gut 110 Vertreterinnen und Vertreter aus Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung, der kommunalen Akteure und Familien-Netzwerke teil, um sich über die aktuelle Situation der Familien im Land auszutauschen.

Staatssekretär Michael Ranft: „Ich begrüße den Fokus des Themenjahres und freue mich über den breiten Dialog. Mehr denn je ist es wichtig, den Blick auf die ressourcenärmeren, einkommensschwachen Familien zu lenken. Denn gerade diese leiden unter den Folgen der Pandemie ganz besonders, weil familiäre Unterstützungssysteme pandemiebedingt weggefallen sind, nicht alle Familienmitglieder über eigene Endgeräte verfügen, um z.B. am digitalen Unterricht teilzunehmen, und diesen nur wenig Wohnraum pro Familienmitglied zur Verfügung steht. Gerade für Familien mit kleinem Geldbeutel ist es schwieriger, gute Gesundheits- und Bildungsbedingungen für ihre Kinder sicherzustellen. Das aber muss gewährleistet sein, egal ob auf dem Land oder in den Ballungsräumen. Ganz wichtig sind dabei die Strukturen, die wir im Land Brandenburg aufgebaut haben wie die Familienzentren, die niedrigschwellige Hilfen insbesondere für einkommensschwache Familien anbieten oder die Arbeit der familienpolitischen Akteure vor Ort. Diese Strukturen müssen jetzt ertüchtigt werden, um Familien dabei zu unterstützen, die Folgen der Pandemie gut zu bewältigen.“

Die LAGF führt jährlich ein Themenjahr durch, um familienpolitische Impulse im Land Brandenburg zu setzen.

Matthias Milke, Vorsitzender LAGF: „Familien leisten in dieser Zeit Herausragendes. Allzu oft fühlen sie sich aber von der Politik vernachlässigt. Sie geraten immer mehr an ihre Grenzen. Als Familienverbände wollen wir, dass Familien die Unterstützung erfahren, die sie brauchen um ihre Aufgaben zu erfüllen. Mit dem Themenjahr 2021 ‚Mit der Familie durch die Corona-Krise‘ will die LAGF auf die Lage von Familien aufmerksam machen, mit Verantwortlichen aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft ins Gespräch kommen, Lösungsvorschläge unterbreiten und Forderungen an die Politik formulieren.“

Im Rahmen des Themenjahres sind unter anderem eine Befragung von Brandenburger Eltern in Kooperation mit der FH Potsdam geplant, ein Veranstaltungsformat, in dem Eltern in Brandenburg Gehör finden, eine Fachveranstaltung „Alleinerziehende in der Pandemie“ und eine Abschlusstagung im Herbst 2021.

Die LAGF setzt sich für die Interessen und Rechte von Brandenburger Familien in Politik und Gesellschaft ein. Sie fördert den Dialog zwischen den Verbänden und Interessenvertretungen der Familien und den Verantwortlichen der Familienpolitik. Darüber hinaus unterstützt sie die Kooperation der familienpolitisch tätigen Organisationen auf Brandenburger- und nationaler Ebene.

Das MSGIV fördert die LAGF und das Themenjahr in Höhe von insgesamt 39.000 Euro pro Jahr und stellt zusätzliche Projekt- und Lottomittel zur Verfügung.

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