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Mit Humor zu neuem Kitapersonal

Erste Erfolge bei Erzieherkampagne
Stadt Ludwigsfelde wirbt mit humorvoller Plakatkampagne um neues Kita-Personal

„Ich musste am Morgen herzlich lachen, als ich auf den Bus gewartet und einen der Sprüche gelesen habe“, schreibt eine Nutzerin unter den Facebookbeitrag der Stadt Ludwigsfelde. Die Stadt hatte
in der vergangenen Woche eine bunte Plakatkampagne in den Ludwigsfelder Bushaltestellen veröffentlicht und unterstützend dazu in den sozialen Medien einen Beitrag gepostet.

Auf den Plakaten ist kindliche Mundart zu lesen, die auf den ersten Blick für gute Laune sorgt. Auf den zweiten Blick offenbart sie aber auch einen aktuellen Personalmangel im Bereich Erzieher.
Bürgermeister Andreas Igel freut sich über die äußert positive Resonanz der Kampagne und hofft,
dass sie von Erfolg gekrönt wird. „Neben dem Neubau und der Instandhaltung der Kindertagesstätten
ist die Personalgewinnung für die Umsetzung des Betreuungsanspruchs eine herausragende Aufgabe. Wir haben in der Vergangenheit mit ungewöhnlichen Informationskampagnen gute Erfolge bei
der Personalgewinnung erzielen können und hoffen, auch dieses Mal auf diesem Weg für die wichtige
Aufgabe der Kinderbetreuung wieder erfolgreich zu sein.“
„Seit der vergangenen Woche sind allein 17 neue Bewerbungen im Personalbereich eingegangen“,
verrät Kevin Senft von der Pressestelle der Stadt die ersten sichtbaren Erfolge. Aus seiner Sicht spielt
die virale Verbreitung der Kampagne auf Facebook dabei eine wichtige Rolle: „Innerhalb weniger
Tage hatten wir über 10.000 erreichte Personen – mittlerweile sind es sogar 20.000. Wir haben vorher
lange überlegt, wie wir die Bürger bei dem wirklich ernsten Thema auf besonders einprägsame und
emotionale Weise erreichen. Das ist uns zum Glück sehr gut gelungen.“
Mildred Wagner, verantwortlich für das Stadtmarketing der 27.000 Einwohner-Stadt fügt hinzu, dass
die zündende Idee beim Gedanken an die eigenen Kinder kam: „Das Wort „Bruderzucker“ für Puderzucker war unser Aufhänger, sich humorvoll dem Thema zu nähern und deutlich zu machen, dass wir
in Ludwigsfelde beste Voraussetzungen mit einem Manko haben: Wir haben pfiffige Kinder, ausgebaute Kitas und verfügbare Kitaplätze. Es fehlt allerdings das notwendige Personal in allen Kitas unserer Stadt.“ Bereits im letzten Jahr warb die Stadt am Bahnhof Ludwigsfelde mit flotten Sprüchen auf
Plakatbannern erfolgreich um neue Fachkräfte im Rathaus. Diesen Erfolg möchte man nun im Sinne
der Kinder und Eltern gern wiederholen.
Eine rathausinterne Arbeitsgruppe beschäftigt sich bereits intensiv damit, der Personalnot in den Einrichtungen mit weiteren neuartigen Ideen entgegenzuwirken. „Wir arbeiten aktuell an der Umsetzung,
Personal aus den Kitas der Stadt temporär in Einrichtungen freier Träger auszuleihen. Das ermöglicht
es, die dringend benötigten Kitaplätze freigeben zu können. Damit können weitere Kinder betreut werden. Dafür haben wir von Verwaltungsseite viele Hürden und Herausforderungen gemeistert“, beschreibt Sachgebietsleiterin Ines Heider, verantwortlich für Bildung, Jugend, Soziales und Sport, die
intensive und lösungsorientierte Arbeit der letzten Monate.

In den vergangenen zwei Jahren wurden mit der DRK-Kita „Ideenreich“, dem „Schwalbennest“ im
Rousseau-Park und der Außenstelle der Kita „Benjamin Blümchen“ rund 300 neue Kitaplätze geschaffen. Die Waldkita der Fröbel-Gruppe mit zukünftig 55 Plätzen steht im ersten Halbjahr 2020 vor der
Eröffnung. Auch das evangelische Diakonissenhaus plant eine Einrichtung für 100 Kinder, deren Fertigstellung für das kommende Jahr geplant ist.
Auf der Homepage der Stadt Ludwigsfelde können sich interessierte Erzieherinnen und Erzieher unter
www.ludwigsfelde.de/erzieher über die freien Stellen aller Kitas informieren.

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