Mobile Hühner, Rinder mit Hörnern, regionale Genbanken: Bio-Szene-Filme sind ELER-Projekt des Monats

Berlin – Bio lässt sich nicht nur kulinarisch erleben: Viele ökologisch wirtschaftende Betriebe laden zu Entdeckungstouren ein, die auch Wissensdurst und Erlebnishunger stillen. Die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. (FÖL) unterstützt und bündelt diese Angebote in der Region. Im Rahmen des Projekts „BioErlebnisBauernhof“, gefördert mit Mitteln aus dem EU-Agrarfonds ELER-Projekt, stellt die FÖL in vier Kurzfilmen Betriebe vor, die Lust machen, einen Ausflug in Brandenburgs vielfältige Bio-Szene schon einmal zu planen. Dieses Mini-Kino ist das ELER-Projekt des Monats November im Brandenburger Landwirtschaftsministerium.

(Direktlink zu den Kurzfilmen:

https://www.bio-berlin-brandenburg.de/kurzfilme-aus-brandenburg/)

 

Viele Bio-Betriebe sind offen für Besucherinnen und Besucher, bieten selbst verarbeitete Produkte an, betreiben Hofläden – einige sind mit Landhotels und Landgasthöfen verbunden, die regionale Bio-Produkte verwenden. Da diese Vermarktungs- und Umsatzpotenziale noch zu wenig genutzt werden, will die FÖL Bäuerinnen und Bauern den Schritt vom Bio-Bauernhof zum „BioErlebnisBauernhof“ leichter machen.

Schon seit 2016 werden ökologisch wirtschaftende Kleinstunternehmen aus den Brandenburger Reiseregionen im Rahmen des „BioErlebnisBauernhofs“ auf dem jährlich in Berlin stattfindenden Umweltfestival der Grünen Liga Berlin am Brandenburger Tor vorgestellt und beworben. Im Jahr 2022 soll beispielsweise mit der Biodiversität von Streuobstwiesen, dem Erhalt alter und selten gewordener Gemüse- und Kräuterarten oder dem biologisch-veganen Anbau der Schwerpunkt auf besonderen Produktionsverfahren in Brandenburg liegen.

Mit Hilfe des Europäischen Landwirtschaftsfonds ELER konnte von 2019 – 2021 die jährliche Veranstaltung „BioErlebnisBauernhof“ als Vermarktungsinitiative für ökologisch Wirtschaftende Kleinstbetriebe durchgeführt werden. Die Gesamtausgaben umfassten 147.756 Euro. Die Zuwendung belief sich insgesamt auf 110.817 Euro, wobei 88.654 Euro aus ELER-Mitteln und 22.163 Euro aus Landesmitteln bereitgestellt wurden. Der Förderung lag die Richtlinie des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung der Zusammenarbeit von Kleinstunternehmen bei der Vermarktung landtouristischer Angebote und Dienstleistungen zugrunde.

Zuwendungsempfänger:
Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. (FÖL)

Marienstraße 19-20, 10117 Berlin, Telefon: 030 28482440, info@foel.de,

www.bio-berlin-brandenburg.dehttps://www.facebook.com/biobb

 

 

Ökologischer Landbau in Brandenburg

In Brandenburg werden aktuell so viele Flächen ökologisch bewirtschaftet wie noch nie. Im Jahr 2020 wurden mit insgesamt 188.605 Hektar 14.352 Hektar mehr als 2019 ökologisch bewirtschaftet. Dies entspricht einen Anteil von 14,4 Prozent an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche von 1,3 Millionen Hektar.

Über die Hälfte der ökologisch bewirtschafteten Landwirtschaftsflächen liegt heute in den 15 Nationalen Naturlandschaften Brandenburgs, die ein Drittel der Landesfläche einnehmen und sich als Modelllandschaften für nachhaltiges Arbeiten, Wirtschaften und Leben besonders für eine umweltgerechte Landbewirtschaftung wie den ökologischen Landbau profilieren.

Im Jahr 2020 wirtschafteten 1.353 Betriebe aus Erzeugung, Verarbeitung und Handel ökologisch. Das sind 24 mehr als 2019. Davon sind 972 Unternehmen landwirtschaftliche Erzeugerbetriebe, was einem Anteil von 18 Prozent an den 5.400 Agrarbetrieben in Brandenburg entspricht. Von den 972 landwirtschaftlichen Unternehmen haben 441 Umstellungsflächen bewirtschaftet. Von diesen befanden sich 90 Unternehmen komplett in der Betriebsumstellung von konventionellem auf Bio-Anbau. Insgesamt befanden sich 30.000 Hektar bewirtschafteter Fläche 2020 in der Umstellung. Von den 972 landwirtschaftlichen Unternehmen waren 145 auch in der Verarbeitung tätig. Auch die Anzahl verarbeitender Betriebe mit Bio-Zertifizierung stieg und erhöhte sich insgesamt von 300 im Jahr 2019 auf 312 im Jahr 2020.

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