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Moorschutz ist aktiver Klima- und Naturschutz

Potsdam. Der Landtag hat den Antrag der Koalitionsfraktionen zum Moorschutzprogramm einstimmig gebilligt. Der stellvertretende Vorsitzende und Umweltexperte der SPD-Fraktion, Wolfgang Roick, ruft dazu auf, in Brandenburg mehr Moor zu wagen.

„Brandenburg gehört zu den drei moorreichsten Bundesländern in Deutschland. Wir tragen deshalb eine besondere Verantwortung für den Schutz unserer Moore. Als sensible Ökosysteme haben sie eine hohe Bedeutung für den Wasserhaushalt, den Naturschutz und die Biodiversität. Moorschutz ist zugleich auch Klimaschutz. Neben dem Schutz und der Regeneration der noch vorhandenen naturnahen Moore geht es uns vor allem um die regionale Wertschöpfung auf unseren Moorflächen. Wir schaffen das, indem wir die vorhandenen Eckpunkte bis Ende 2021 zu einem Moorschutzprogramm weiterentwickeln und mit Zielen für 2025 konkretisieren. Unser Ziel ist der Schutz der verbliebenen natürlichen Moore, die Revitalisierung von Mooren ohne Nutzung und die natur- und klimaverträgliche Nutzung von bewirtschafteten organischen Böden.“

Der SPD-Abgeordnete fügt hinzu: „Weil brandenburgische Moore zum Großteil auch land- und forstwirtschaftlich genutzt werden, sollen geeignete Maßnahmen helfen, Moore langfristig als Produktionsmittel zu erhalten. Moore sollen auch zukünftig zur regionalen Wertschöpfung durch eine standortangepasste Landnutzung beitragen. So wollen wir die Entwicklung und den Einsatz von standortangepasster Grünlandtechnik und von Verwertungsketten von Biomasse aus nassem Moor prioritär unterstützen und fördern. Bei der Bewirtschaftung von Moorflächen setzen wir auf die Kooperation von Landwirtschaftsbetrieben, Forschungseinrichtungen und Technikentwicklern für den Klima- und Bodenschutz.“

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