Werbeanzeigen

Mosambik: Reise- und Sicherheitshinweise

Aktuelle Hinweise
In der Nacht zum 26. April 2019 traf im Norden Mosambiks der Zyklon Kenneth mit Windgeschwindigkeiten bis zu 225km/h auf Land und führte zu weitreichenden Überschwemmungen und großen Schäden an Gebäuden, Straßen und Brücken. Die Stromversorgung ist in vielen Teilen der Provinz unterbrochen. Es muss mit weiteren Überflutungen gerechnet werden, die auch Erdrutsche und Schlammlawinen zur Folge haben können. Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in die nördliche Provinz Cabo Delgado wird weiterhin abgeraten; siehe dazu auch Landesspezifische Sicherheitshinweise. Aufgrund der aktuellen Sturmwarnung wird zu zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen geraten.
Der Zyklon Idai hat am 14. und 15. März 2019 in den Provinzen Sofala, Manica und Tete schwere Überschwemmungen und starke Schäden verursacht, insbesondere auch in der Provinzhauptstadt Beira. Von Reisen in die betroffenen Gebiete wird abgeraten. Die Lage ist weiterhin schwierig. Der Fokus in den betroffenen Gebieten liegt auf den Hilfsmaßnahmen. Straßen in den betroffenen Provinzen sind nur bedingt befahrbar, dies betrifft auch größere Hauptachsen. Die Stromversorgung ist teilweise unterbrochen, auch bei der Kommunikation kommt es weiterhin zu Unterbrechungen. Wegen unzureichender Trinkwasserversorgung kommt es zum Ausbruch von Krankheiten, siehe auch Aktuelle medizinische Hinweise.
Reisende in den betroffenen Gebieten werden gebeten, besonders vorsichtig zu sein, sich informiert zu halten und Anweisungen von lokalen Behörden Folge zu leisten, siehe auch Naturkatastrophen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus Seit Oktober 2017 ist es in Mocimboa da Praia und erweiterter, ländlicher Umgebung (Provinz Cabo Delgado, zwischen Palma und Pemba) wiederholt zu mutmaßlich islamistisch-fundamentalistisch motivierten Angriffen auf die zivile Bevölkerung und zu gewaltsamen Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften gekommen. Es ist mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen in der Region zu rechnen. Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in der Provinz Cabo Delgado wird abgeraten. Reisenden wird weiterhin empfohlen, die lokalen Medien und die Lage vor Ort sehr aufmerksam zu verfolgen, besonders vorsichtig zu sein und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten.
Innenpolitische Lage Die seit Anfang 2017 zwischen Regierung und RENAMO praktizierte Waffenruhe hat sich gefestigt und ist auf unbestimmte Zeit verlängert worden. Die Militärkonvois zur Begleitung ziviler Fahrzeuge auf der EN7, zwischen Vanduzi und Catandica (Provinz Manica), sowie auf zwei Teilstücken der EN1, zwischen Save und Caia (Provinz Sofala), bleiben eingestellt. Zuvor war es in den Provinzen Manica, Sofala, Tete, Zambezia, Niassa und Nampula vereinzelt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem bewaffneten Arm der Oppositionspartei RENAMO und Sicherheitskräften des Landes gekommen.
Kriminalität Mosambik verzeichnet ein erhöhtes Niveau an Gewaltkriminalität, vor allem innerhalb der Städte. Es wird empfohlen, bei einem eventuellen Überfall Wertgegenstände ohne Gegenwehr herauszugeben. Im Auto sollten die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Mobiltelefone und andere Wertsachen sollten nicht sichtbar im Auto liegen. Insbesondere in Maputo kommt es auch zu Entführungen, die auch Ausländer betreffen. Es wird zu Wachsamkeit und umsichtigem Verhalten geraten. Es kommt immer wieder vor, dass mosambikanische Polizisten Touristen wegen angeblicher Verkehrsdelikte festhalten und zur Zahlung von „Bußgeldern“ auffordern. Grundsätzlich ist nur die Verkehrspolizei (dunkelblaue Hose, weißes Hemd, blaue oder weiße Kappe) zur Verhängung von Bußgeldern wegen Verkehrsdelikten berechtigt, die Schutzpolizei (graue Uniformen) darf Verkehrsteilnehmer für allgemeine Identitätskontrollen anhalten. Es wird empfohlen, in solchen Fällen stets Ruhe zu bewahren und auf Aufnahme eines ordentlichen Protokolls zu bestehen. Bußgelder sollten nur im Polizeirevier gegen offizielle Quittung gezahlt werden. Es wird empfohlen, sich vorab mit den mosambikanischen Verkehrsvorschriften vertraut zu machen. Hinweise hierzu geben u.a. Mietwagenfirmen. Es sind auch Fälle bekannt, in denen ausländische Staatsangehörige bei Identitätskontrollen von der Schutzpolizei bedroht und zur Zahlung von Bestechungsgeldern gedrängt wurden. Auch hier wird empfohlen, Ruhe zu bewahren und die Ausweispapiere ohne Diskussion zur Kontrolle vorzuweisen. Grundsätzlich sollten keine Zahlungen an die Polizisten getätigt werden, ohne dass hierfür eine offizielle Quittung („recibo“) ausgestellt wird. Wenn möglich, sollte der Name des Polizisten notiert und der Vorfall im Anschluss direkt bei der nächstgelegenen Polizeistation und der deutschen Botschaft in Maputo gemeldet werden.
Piraterie auf hoher See Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet. Wenn sich auch vor den Küsten Mosambiks längere Zeit keine erfolgreichen Kaperungen mehr ereignet haben, bleibt die Gefahr latent vorhanden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird empfohlen, Vorsicht walten zu lassen und sich beim Maritime Security Centre http://www.mschoa.org/ zu registrieren.
Naturkatastrophen Starke Regenfälle in den Nachbarländern verursachen hohe Flusspegelstände und u. U. Überschwemmungen. Hierdurch können Personen- und Sachschäden entstehen sowie Verkehrsverbindungen unterbrochen werden. Reisenden sollten sich daher regelmäßig über die Wetter- und Straßenlage informieren, insbesondere, wenn Reisen über Land anstehen. In der Küstenregion und in Zentralmosambik können zudem von Januar bis April tropische Zyklone auftreten. Reisende werden in dieser Zeit gebeten, ggf. die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/-/200794 zu beachten.
Krisenvorsorgeliste Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste http://elefand.diplo.de/ einzutragen, um in einem Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.
Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/weltweiter-sicherheitshinweis/1796970 zu beachten.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: