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Motorradkontrollen am Werbellinsee durchgeführt – Geschwindigkeitsverstöße und technische Veränderungen im Fokus der Polizei

Am Samstag, den 09.05.2020 führte die Polizeiinspektion Barnim Verkehrskontrollen
am Werbellinsee unter anderen an der Seerandstraße durch. Beteiligt waren
Einsatzkräfte des Wach- und Wechseldienstes sowie der Revierpolizei der Inspektion.
Natürlich standen Motorradfahrer, ihre Zweiräder und mögliche technische
Veränderungen an diesen sowie Geschwindigkeitsverstöße im Fokus der
Polizeibeamten.
An den Kontrollstellen wurden insgesamt 13 Geschwindigkeitsverstöße geahndet.
Neben Pkw-Fahrern, welche die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten,
wurden auch gegen Motorradfahrer Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Unter anderem wurde auf der Seerandstraße ein Motorrad mit 100 km/h bei erlaubten 60
km/h gemessen. Weiterhin unterzogen die Einsatzkräfte divsere Motorräder einer
entsprechenden technischen Begutachtung. Gravierende Verstöße wurden an diesem
Tag nicht festgestellt. Die Kontrollierten zeigten für die Einsatzmaßnahmen der Polizei
Verständnis, nachdem ihnen die Hintergründe und Probleme der betroffenen Ämter,
Gemeinden sowie deren Anwohner erläutert wurden.
Hintergründe:
Bestimmte Straßenabschnitte im Landkreis Barnim sind durch übermäßig starke
Nutzung, einhergehende Lärmentwicklung sowie deutlich überhöhte Geschwindigkeit
durch Motorradfahrer wiederholt in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt.
Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Barnim sind das insbesondere die
Landesstraße 29 zwischen den Ortslagen Liepe und Oderberg, die Landesstraße 291
zwischen den Ortslagen Eberswalde und Liepe sowie die Landesstraße 220 zwischen
den Ortslagen Eichhorst und Joachimsthal entlang des Westufers des Werbellinsees.
Diese Straßenabschnitte erfreuen sich auf Grund ihres Streckenprofils durch lange
Geraden gepaart mit kurvenreichen Passagen, unter Motorradfahrern auch
überregional großer Beliebtheit. Weitere polizeiliche Schwerpunkte bilden Ortschaften,
in welchen sich Anfahrtsstrecken befinden, um die oben genannten Straßenabschnitte
zu erreichen. Zahlreiche Bürgerbeschwerden in den zurückliegenden Jahren, welche
insbesondere auf der hohen Lärmbelästigung basieren, bilden hier die Grundlage für
polizeiliche Maßnahme in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart.
Trotz wiederkehrender Präventionsmaßnahmen, welche insbesondere zur
Sensibilisierung von Motorradfahrern, aber eben auch allen sonstigen Fahrzeugführern
angedacht sind, ereignen sich nach wie vor teils schwerste Verkehrsunfälle unter
Beteiligung von Motorradfahrern. Hierbei treten Motorradfahrer sowohl als
Geschädigte als auch Verursacher auf. Im letzteren Fall wurde als Hauptunfallursache
die nicht an den Straßenverlauf angepasste Geschwindigkeit ermittelt.

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