Müller zum Tod von Valéry Giscard d’Estaing

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, würdigt den verstorbenen früheren Präsidenten Frankreichs Valéry Giscard dEstaing:

„Valéry Giscard dEstaings Besuch in Berlin im Jahr 1979 war für die gesamte Stadt historisch. Denn Giscard gilt als das erste französische Staatsoberhaupt, das unsere Stadt seit Napoleon besucht hat. Die Erinnerung an diese Visite ist eine Erinnerung an die Vier-Sektoren-Stadt Berlin, denn der Präsident besuchte vor allem den damaligen Französischen Sektor, und es waren französische Soldaten, die damals ihrem Staatsoberhaupt militärische Ehren erwiesen. Seitdem hat sich viel verändert. Doch die tiefe Verbundenheit Berlins mit unseren französischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern und europäischen Partnern ist geblieben. Als europäische Metropole gedenkt Berlin vor allem des großen Europäers Valéry Giscard dEstaings, der die deutsch-französische Freundschaft mit der Freundschaft zu Bundeskanzler Helmut Schmidt auf persönlicher Ebene gelebt und der unsere Sprache fließend beherrscht hat. Wir behalten ihn besonders als Präsidenten des Europäischen
Konvents im Gedächtnis, der den Europäerinnen und Europäern den Entwurf einer Europäischen Verfassung vorgelegt hat. Es lag nicht an Giscard, dass diese Initiative nicht Wirklichkeit geworden ist.“

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