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NABU gratuliert Rocco Buchta zum Landes-Naturschutzpreis

Rocco Buchta erhält Brandenburger Naturschutzpreis
NABU: Wertschätzung für größtes europäisches Flussrenaturierungsprojekt 

Der NABU Brandenburg gratuliert Rocco Buchta zur Verleihung des Landes-Naturschutzpreises ganz herzlich. Er und seine Mitstreiter des NABU-Renaturierungsprojektes an der Unteren Havel leisten Großartiges. Und das seit vielen Jahren. Bereits 2005, als das Projekt erst in der Planung war, ließ er sich als Leiter des Naturparks Westhavelland freistellen, um das bisher größte Projekt des NABU anzuschieben.

Inzwischen wurden mit Unterstützung des Bundes und der Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt und vieler Spender bereits wesentliche Teile des Renaturierungsprojektes umgesetzt. Friedhelm Schmitz-Jersch, Landesvorsitzender des NABU Brandenburg, freut sich über die Auszeichnung Rocco Buchtas und die damit verbundene Wertschätzung des Naturschutzprojektes. „Die Havelrenaturierung und damit zusammenhängende Rückkehr vieler ursprünglich hier vorkommender Tier- und Pflanzenarten ist ein riesiger Erfolg in Zeiten, in denen die Roten Listen der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten immer länger werden. Das Projekt ist ein Leuchtturm des Naturschutzes nicht nur in Brandenburg. Es zeigt, was man mit viel Ausdauer und Beharrlichkeit, einem großen gemeinsamen Ziel, der intensiven Einbindung aller Entscheider und Bevölkerung vor Ort und einer soliden Finanzierung möglich ist.“

Die Vision einer frei fließenden Unteren Havel hatte Rocco Buchta schon lange. Seit Jugendtagen auf der Havel unterwegs, war es ihm ein Herzensbedürfnis „seinen“ Fluss aus dem künstlichen Korsett von Begradigungen und Deckwerken zu befreien. Gemeinsam mit Wegbegleitern, wie z.B. Achim Seeger, Naturschützer-Urgestein aus dem Westhavelland und einige Jahre Vorsitzender des NABU Brandenburg, entwickelte er die Idee der Havelrenaturierung. Rocco Buchta war es, der in den 1990er Jahre im Rahmen des Kampfes gegen den Havelausbau (Projekt 17 Bundesverkehrswegeplan Deutsche Einheit) das Ziel formulierte, die Untere Havel als Bundeswasserstraße aufzugeben. Dies wurde mit der „Elbeerklärung“ des Bundesverkehrsministeriums und der Naturschutzverbände 1996 politisch festgeschrieben. Dies war die Voraussetzung für die groß angelegte Renaturierung der Havel auf einer Gesamtlänge von 90 Flusskilometern und einer Projektfläche von 19.000 Hektar.

Havelrenaturierung in Zahlen:
Im Rahmen des Projektes werden unter anderem 500 Hektar Überflutungsfläche für den Hochwasserschutz zurückgewonnen, ca. 200 Hektar Auenwald begründet, knapp 30 Kilometer Steinschüttungen abgebaut sowie 95 Flutrinnen und 34 künstlich abgeschnittene Altarme wieder angeschlossen.
Mehr als 1.100 bedrohte Arten finden bessere Lebensbedingungen. Im Mittelpunkt steht dabei stets auch der Mensch, denn das Projekt liefert wichtige Impulse für die nachhaltige Entwicklung der Region.

Mehr Infos zum Havelprojekt: 
Das Havelrenaturierungsprojekt besteht aus zwei Teilprojekten
– dem Gewässerrandstreifenprojekt- gefördert aus BMU-Mitteln und Mitteln der Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt
– und den flankierenden Maßnahmen – finanziert aus EU-Mitteln (ELER) sowie von den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/fluesse/untere-havel/gewaesserrandstreifenprojekt/massnahmen/12249.html
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/fluesse/untere-havel/menschen/04149.html

Mehr Infos zum Naturschutzpreis der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg: 
https://www.naturschutzfonds.de/mitmachen/naturschutzpreis/

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