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NABU vertieft Begründung gegen Gifteinsatz im Wald

NABU vertieft Begründung gegen Gifteinsatz im Wald – Fotos zeigen schon verheerende Auswirkungen 

Potsdam , 13.05.2019 − Das Verwaltungsgericht Potsdam hat in einer Zwischenverfügung am Freitag letzter Woche die Ausbringung des Totalinsektizids „Karate Forst flüssig“ nur in Schutzgebieten untersagt und die weitere Entscheidung im einstweiligen Rechtsschutzverfahren für diese Woche angekündigt. Der NABU Brandenburg hat über seinen Anwalt Thorsten Deppner die Begründung seines Antrags, die Ausbringung des Totalinsektizids zu untersagen, vertieft. Er hat Fotos aus Bereichen vorgelegt, die schon vom Hubschrauber aus mit dem Gift besprüht worden sind. Auf den Waldwegen sind viele toten Insekten zu sehen. Dies belegt nach Auffassung des NABU, dass „Karate Forst“ seine befürchtete verheerende Wirkung zeigt.

In dem Schriftsatz an das Gericht macht der NABU auch deutlich, dass der Landesforstbetrieb die gute fachliche Praxis des Pflanzenschutzes nicht einhält. Vorbeugende Maßnahmen durch Waldumbau wurden nicht verwirklicht und die ökologische Tragfähigkeit der betroffenen Lebensräume durch den Einsatz eines nicht zielartenspezifischen Breitbandinsektizid überschritten. Das Handeln des Landesforstbetriebes sei vielmehr einseitig darauf ausgerichtet, die wirtschaftlichen Verluste für die Waldbesitzer auszuschließen. Dabei wurden die  ökologischen Anforderungen  klar vernachlässigt.

Um allen prozessualen Möglichkeiten gerecht zu werden, hat der NABU nun zusätzlich auch den Landesforstbetrieb selbst gerichtlich auf sofortige Unterlassung der Ausbringung des Insektizids in Anspruch genommen. Damit wird der schon vorliegende Antrag auf sofortige Aussetzung der Wirksamkeit des Zulassungsbescheides ergänzt. Auch dieser Antrag wird mit den Verstößen gegen das Naturschutzrecht und das Pflanzenschutzgesetz begründet.

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