Nach Pfingsten beginnt Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners – Avisiert sind 80 Hektar aus der Luft und 6200 Bäume vom Boden aus

Nach Pfingsten soll im Landkreis Prignitz die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) beginnen, sofern die Wetterlage keinen Strich durch den Plan macht. Im Auftrag der Kommunen koordiniert der Landkreis die Einsätze sowohl aus der Luft als auch vom Boden aus.

In diesem Jahr wurden ca. 80 Hektar für die Luftbekämpfung und ca. 6 200 Bäume für die Bodenbekämpfung erfasst. Im vergangenen Jahr nahm der Helikopter etwa 130 Hektar unter seine Rotorblätter, etwa 9000 Bäume wurden vom Boden aus behandelt.

Verwendet wird auch 2021 das Mittel Foray 76 B (ehemals Dipel ES), welches eine Zulassung bis 2028 hat.

Die Bodenbekämpfung erfolgt über ein Spezialunternehmen mit zwei Trupps. Geplant ist, am Dienstag zu beginnen, sofern die Wetterlage es zulässt. Die EPS-Bekämpfung würde dann im Raum Wittenberge bis hin zum Amt lenzen-Elbtalaue erfolgen.

Der Einsatz des Helikopters ist für Freitag, 28. Mai, geplant und stark von der Witterung abhängig. Er beginnt seinen Flug in Rühstädt, Bad Wilsnack, Brünkendorf, Sarnow und fliegt weiter in den Raum Pritzwalk, wo Flächen u.a. in Falkenhagen, Weitgendorf und Pirow besprüht werden.

Am Nachmittag sind Starts im Raum Perleberg mit Flächen in Dallmin sowie in Wittenberge mit Müggendorf und Bentwisch vorgesehen.

Welche Flächen zur Behandlung konkret vorgesehen sind, weisen die jeweiligen Allgemeinverfügungen der Kommunen aus. Die Flächen sind ebenfalls auf der Internetseite des Landkreises Prignitz www.landkreis-prignitz.de unter dem Button Aktuelles/Eichenprozessionsspinner bzw. unter „Geoportal“ einsehbar. Sowohl bei der Luft- als auch bei der Bodenbekämpfung gilt grundsätzlich ein Betretungs- und Befahrungsverbot während der Ausbringung und in der Zeit bis zur Abtrocknung des Biozids, das einzuhalten ist.

Der Landesbetrieb Straßenwesen hat am Mittwoch mit der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners auf den Bundes- und Landesstraßen im Raum Kyritz, Perleberg und Pritzwalk begonnen. Fachfirmen bringen das biologische Insektizid Foray ES aus. Dieses Insektizid ist ein in der Natur vorkommendes Bakterium, welches in aufbereiteter Form in einer wässrigen Lösung ausgebracht wird. Für andere Insekten und für den Menschen ist das Mittel nicht gefährlich.

Die Ausbringung des Insektizids erfolgt ausschließlich vom Boden aus. Die Bekämpfungsmaßnahmen werden gezielt an den Bundes- und Landesstraßen, an denen die befallenen Bäume stehen, durchgeführt.

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