Nachweise auf britische Sars-Cov-2 Mutation

Britische Variante B1.1.7 in 5 Potsdamer Proben nachgewiesen

3 Proben des KEvB und 2 Proben des Gesundheitsamtes 

  • Ergebnisse schließen gegenseitige Ansteckung der 5 Personen aus
  • Routinemäßige Sequenzierungen durch das Klinikum werden fortgesetzt
  • Vorbereitete Maßnahmen im Klinikum sofort angelaufen

Bei den am Dienstag (09.02.) durch das Labor des Klinikums zur Sequenzierung versendeten 12 positiven PCR-Proben sind fünf Nachweise auf eine Variant of Concern (VOC) gefunden worden. Dabei handelt es sich ausschließlich um die britische Mutation B 1.1.7 des Sars-Cov-2 – Virus. Die analysierten positiven PCR-Proben des Klinikums datierten aus dem Zeitraum 06.02. – 08.02.2021.

Die Laborergebnisse zeigen keinen Hinweis auf einen epidemiologischen Zusammenhang zwischen den fünf betroffenen Personen. Konkret heißt dies, dass unterschiedliche Stämme dieser Mutation gefunden wurden. Damit können sich die Betroffenen nicht gegenseitig angesteckt haben. Dies zeigt (im Hinblick auf die drei Klinikumsbefunde), dass das geltende umfangreiche und umfassende Schutz-, Hygiene- und Sicherheitskonzept und unser sehr weitreichendes Abstrichmanagement greifen und mögliche Infektionsketten frühzeitig erkannt und unterbrochen wurden.

Die Abstimmungen und Meldungen an das Gesundheitsamt sind bereits erfolgt.

Gestern wurden routinemäßig weitere 12 Proben an das Kooperationslabor in Bielefeld gesendet. Durch die Möglichkeit der Sequenzierung haben wir im Klinikum schnelle Gewissheit über mögliche VOCs und können somit die Mutation noch gezielter eindämmen und eine Ausbreitung in Potsdam verhindern.

Bei wem wurde eine Variant of Concern (VOC) nachgewiesen?

Zwei Nachweise betreffen Fremdbefunde für das Gesundheitsamt.

Ein Nachweis betrifft einen derzeit im Klinikum Ernst von Bergmann einliegenden Patienten und ein Nachweis betrifft einen bereits entlassenen Patienten. Beide Patienten waren ausschließlich im COVID-Bereich in Einzelzimmern in stationärer Behandlung.

Ein weiterer Nachweis betrifft einen Mitarbeitenden, der seit über 6 Wochen nicht mehr im Dienst gewesen ist.

Ergriffene Maßnahmen beim Nachweis einer Variant of Concern (VOC)

Das Klinikum Ernst von Bergmann wurde am heutigen Vormittag (12.02.) telefonisch durch das Bielefelder Labor über die Ergebnisse informiert. Die klaren Regelungen, die der Krisenstab im Falle des Nachweises einer VOC verabschiedet hatte, wurden daraufhin sofort umgesetzt oder angestoßen:

–          unmittelbare Bildung eines VOC-Teams zum Management der Maßnahmen und Kontrolle der Eindämmung eines möglichen Infektionsgeschehens durch die VOC

–          Ein sofortiger Aufnahmestopp und Verlegungsstopp auf der betroffenen Station musste nicht ausgesprochen werden, da beide Patienten ausschließlich auf der COVID-Station behandelt wurden.

–          Eine strikte Isolierung im Einzelzimmer im Covid- Bereich und somit Isolation von den anderen Covid-Positiven Patienten wird weiterhin sichergestellt. Es mussten keine Verlegungen durchgeführt werden, da der noch einliegende Patient bereits im Einzelzimmer versorgt wurde.

–          Da der einliegende Patient im COVID-Bereich behandelt wird, ist eine weitere Reduzierung des schon deutlich reduzierten Besuchsverkehrs aktuell nicht notwendig.

Weitere Schutzmaßnahmen greifen seit dem heutigen Tag:

–          Das Patientenzimmer auf der COVID-Station ist mit einem Schutzstufenschild gekennzeichnet.

–          Die Behandlung dieses Patienten erfolgt mit FFP3-Maske, statt wie üblich mit FFP2-Maske.

–          Alle Mitarbeitenden, die diesen Patienten betreuen, führen täglich verpflichtend einen Antigen-Schnelltest (außer am Tag des Routine-PCR-Abstrichs) durch. Darüber hinaus wurde die tägliche Mundspülung ebenfalls als verpflichtend festgelegt.

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