/Naturdenkmal in Dahme/Mark nicht mehr zu retten

250 Jahre alte Linde in Dahme/Mark kann nicht mehr gerettet werden

Die alte Linde vor der Kirche in der Geschwister-Scholl-Straße in Dahme/Mark muss gefällt werden. Das Naturdenkmal mit der Registriernummer B049, zugleich ein imposantes Wahrzeichen der Stadt, ist leider nicht mehr zu retten.

Immer wieder hat sich der Landkreis um den ca. 250 Jahre alten Baum gekümmert. Erst im Juni musste wieder ein großer, abgestorbener Ast festgestellt werden. Außerdem gab es Hinweise, dass der Baum bei Wind Geräusche erzeugt – bedingt durch den Riss am Stamm.

Massive Vorschäden

Die alte Linde steht unmittelbar an der Straße in der Nähe von Häusern. Sie hat zahlreiche Vorschäden. So befinden sich im und am Stammfuß eine offene Höhlung und zahlreiche Pilzfruchtkörper. Der Baum klingt auf zwei Drittel des Umfangs hohl und hat zwei Längsrisse, die zum Teil bis zum Kronenansatz reichen.

Angesichts dieser Problematik beauftragte der Landkreis ein Gutachterbüro, das die Verkehrssicherheit der Linde erneut untersuchte. Die Experten kamen zu einem abschlägigen Urteil und gehen von einer akuten Umsturzgefahr aus. Deshalb, so ihr Urteil, muss innerhalb von 3 bis 4 Wochen gehandelt werden. Möglich wären eine radikale Einkürzung, bei der ein Torso ohne Laub von bis 9 Metern erhalten bliebe, oder eine Fällung.

Kurzfristiges Handeln ist unumgänglich

Beides kollidiert zeitlich mit den rechtlichen Regelungen des Artenschutzes (Paragraph 39 Bundesnaturschutzgesetz). Dennoch ist die kurzfristiges Handeln aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendig. Eine entsprechende Maßnahme lässt sich aus fachlicher Sicht des Gutachterbüros nicht auf andere Weise und zu anderer Zeit durchführen.

Der Landkreis hat sich auf Grund des Standortes und der von der Linde ausgehenden akuten Gefahr für die Verkehrssicherheit für eine Fällung entschieden. Sie wird artenschutzrechtlich begleitet. Das Amt Dahme/Mark wird eine Fachfirma beauftragen.

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