Netzwerke vor Ort sichern Erfolg der Brandenburger Arbeitsförderung

Arbeitsstaatssekretär Fischer begrüßt kommunale Beschäftigungsförderer bei heutiger Jahresauftaktveranstaltung

Potsdam, 22. Juni 2021. Die Entwicklung des Brandenburger Arbeits- und Ausbildungsmarktes sowie die mit der neuen EU-Förderperiode verbundenen arbeitsmarktpolitischen Instrumente sind Themen des heutigen Jahresauftakts der kommunalen Beschäftigungsförderer. Im Rahmen eines sogenannten Projektpitchs werden darüber hinaus Erfahrungen anhand konkreter Praxisbeispiele ausgetauscht. Die jährliche Auftaktveranstaltung findet in diesem Jahr als Videokonferenz statt.

In seinem Grußwort bedankte sich Arbeitsstaatssekretär Hendrik Fischer bei Jobcentern und Arbeitsagenturen sowie der Wirtschaftsförderung Brandenburg für die auch im Corona-Jahr verlässliche Zusammenarbeit: „Ohne ihre regionalen Netzwerke vor Ort wäre die Brandenburger Arbeitsförderung nicht so erfolgreich umsetzbar.“ Fischer erklärte: „Brandenburg hat sich bei der Arbeitslosigkeit im Ländervergleich mit einem Zuwachs von nur 7,3 Prozent im Jahr 2020 gegenüber dem Bundesdurchschnitt von +18,9 Prozent erfreulich gut gehalten. Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen lassen darüber hinaus auf eine positive Entwicklung hoffen. Vor dem Hintergrund von Fachkräfteengpässen ist dies wichtiger denn je.“

Sorgen bereite ihm jedoch die auch in Brandenburg gestiegene Zahl der Langzeitarbeitslosen. „Mit dem Programm ‚Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften‘, von dem in Brandenburg mittlerweile fast 8.500 Menschen profitierten, haben wir ein gutes Instrument, um diesem Trend entgegenzuwirken“, fügte der Staatssekretär hinzu.

Neben dem Rückblick auf das vergangene Jahr wurde bei der Auftaktveranstaltung auch die neue EU-Förderperiode 2021-2027 thematisiert. Im Mittelpunkt standen dabei die Erschließung neuer Synergieeffekte zwischen EU-Förderinstrumenten und die Verringerung des Verwaltungsaufwands. Existenzgründungen, soziale Innovationen im ländlichen Umfeld sowie Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften sollen so zusätzliche Unterstützung erhalten.

Zu den beim Projektpitch diskutierten Beispielen gehören die Einführung digitaler Lernformate für Mittelstandsunternehmen, Onlineangebote bei der Integrationsbegleitung und „Landvisionen“ als digitales Angebot für soziale Innovationen im ländlichen Umfeld.

Der Jahresauftakt der kommunalen Beschäftigungsförderer wird seit 2016 als jährliche Gesprächsrunde zum Austausch zwischen dem Arbeitsministerium, der Wirtschaftsförderung Brandenburg und den Landkreisen und kreisfreien Städten durchgeführt.

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