Neuartiges Coronavirus: Entwicklungen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz

+++ Aktuelle Fallzahlen +++

Ein Blick auf die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis OSL macht deutlich, dass der Wert der Neuinfektionen im Landkreis OSL seit Mitte Februar erneut, wenn auch moderat, angestiegen ist. Nachdem die 7-Tage-Inzidenz vom 14.02. bis zum 19.02. noch unter 100 lag, liegt sie seitdem über 100. Aktuell beträgt sie 121,6.

OSL verzeichnet momentan erneut die höchste 7-Tage-Inzidenz im Land Brandenburg. Einzig der Nachbarlandkreis Elbe-Elster (113,9) verzeichnet ebenfalls einen Wert von über 100. Der Gesamtwert für Brandenburg liegt bei 62,8.

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden im Landkreis OSL 31 Neuinfektionen gemeldet, sodass die Zahl der nachgewiesenen laborbestätigten Fälle seit März 2020 in Summe auf 5.517 steigt. Aktuell sind 269 Personen infiziert. Die Zahl der Todesfälle ist auf 238 angestiegen. In amtlicher häuslicher Quarantäne befinden sich derzeit 782 Frauen, Männer und Kinder. Im Klinikum werden 25 Covid-19-Patienten behandelt.

Statistische Angaben rund um das neuartige Coronavirus im Landkreis OSL veröffentlicht die Kreisverwaltung täglich unter www.osl-online.de.

Hier sind auch die Corona-Regelungen aus der aktuell geltenden SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg zu finden, die im Landkreis OSL ausschließlich gilt.

 

+++ Thema Mutationsscreening +++

Auf Mutationsformen wird per Mutationsscreening auch im Landkreis OSL intensiver beprobt.

Entsprechend der Coronavirus-Surveillanceverordnung (CorSurV) testen die Labore bis zu 5% (bzw. 10% bei bundesweit weniger als 70.000 Neuinfektion in einer Woche) der Proben aus der Primärdiagnostik stichprobenartig.

Dazu ist das Gesundheitsamt des Landkreises aktiv und setzt auf die variantenspezifische PCR-Diagnostik (Mutationsscreening) von SARS-CoV-2-positiven Proben, die auf Grundlage der Coronavirus-Testverordnung vom 27.01.2021 möglich ist, um Virusmutationen früh erkennen zu können.

Das Gesundheitsamt lässt hierfür positive Proben (der durch das Gesundheitsamt getesteten Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne), unabhängig von den zufällig ausgewählten Proben, durch die kooperierenden Labore auf die Mutationsvarianten analysieren. Das Mutationsscreening wird vom Gesundheitsamt vermehrt seit dem 1. Februar in Auftrag gegeben.

Auch niedergelassene Hausärzte in OSL geben diese Untersuchungen häufig in Auftrag.

Bislang wurde bei allen untersuchten Proben im Landkreis fast ausschließlich die Variante B.1.1.7 nachgewiesen (87 Fälle). In Brandenburg ist zurückliegend auch die Variante B.1.3.5.1 nachgewiesen worden. In OSL war dies bislang zwei Mal der Fall (2 Fälle).

In dem durch das Gesundheitsamt beauftragten Mutationsscreening wurde bislang in 41 Fällen die Variante B.1.1.7 nachgewiesen. (Stand 03.03.2021)

Wie das Robert Koch Institut informiert, wird B.1.1.7 in über 40% der untersuchten positiven Proben in Deutschland gefunden, also in ca. 4 von 10 Proben.

+++ Stufenplan für Lockerungen – neue Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg voraussichtlich am Freitag +++

Das Land Brandenburg hat in Aussicht gestellt, die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz mit einer neuen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung in Landesrecht umzusetzen.

Eine Veröffentlichung der neuen Verordnung ist voraussichtlich für Freitag geplant. Die derzeitige Eindämmungsverordnung des Landes gilt bis zum 7. März 2021.

+++ Impfen in OSL +++

Das Thema Impfen steht weiter im Fokus der Landesregierung und auch des Landkreises OSL.

Seit Mittwoch (3. März) gehört eine Gemeinschaftspraxis in einem Senftenberger Ortsteil zu einer von zunächst vier Praxen im Land Brandenburg, bei denen Impfungen im Rahmen eines Modellprojektes vorgenommen werden. Die Termine werden von der Praxis vergeben. Geimpft werden Personen, die laut Impfverordnung des Bundes impfberechtigt sind. Die Zahl der Modell-Praxen im Land Brandenburg soll in den kommenden Wochen auf 50 erweitert werden.

Siegurd Heinze, Landrat Landkreis Oberspreewald-Lausitz: „Ich begrüße das Pilotprojekt ausdrücklich, weil es perspektivisch dazu beiträgt, die bevorstehende Herausforderung von landesweiten Impfungen auf breite Schultern zu verteilen und bestehende Ressourcen effektiv zu nutzen. Als Landkreis stehen wir bereit, uns mit zwei Impfstellen in Senftenberg und Lübbenau/Spreewald und einem mobilen Impfangebot für unsere Bürgerinnen und Bürger mit einzubringen. Sobald der dafür benötigte Impfstoff durch das Land Brandenburg in ausreichender Menge und kontinuierlich bereitgestellt werden kann, können wir starten.“

Lehrer und weitere für das Land Brandenburg in der Primarstufe sowie in Förderschulen tätige Personen, die entsprechend der Vorgaben des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg Anspruch auf eine Impfung gegen Covid-19 haben und im Landkreis OSL tätig sind, können sich seit gestern, 4. März, in der Calauer Str. 3 in Senftenberg nach vorheriger Terminvereinbarung gegen Covid-19 impfen lassen. Die Impfstelle wird vom Klinikum Niederlausitz betrieben. Nähere Informationen hierzu: www.klinikum-niederlausitz.de/impfstelle

+++ Überblick Impfangebote im Land Brandenburg +++

Einen allgemeinen Überblick über die derzeitigen Impfangebote im Land Brandenburg gibt folgende Übersicht:

Wer Impfstoff Terminvereinbarung
Personen, über 80 Jahre, deren Termine umgebucht werden mussten (rund 9.000 Personen) Biontech/Pfizer Aktive Ansprache über Call Center, nahezu 100 Prozent der Termine wurden bereits vereinbart. Konnte jemand nicht erreicht werden, wird ein Termin generiert und per Post zugesandt.
Weitere Personen über 80 Jahre Biontech/Pfizer, Moderna Personen erhalten jahrgangsweise, beginnend mit den über 85-jährigen, ein Impfangebot per Post und können über eine Sonderrufnummer einen Termin buchen. Die Erstimpfungen für diese Personen starten ab 8. März in den Impfzentren.
Mobiles Impfen Biontech/Pfizer, Moderna Nach Abschluss der Impfungen in den vollstationären Einrichtungen starten Impfungen in alternativen Wohnformen der Pflege. Das Sozialministerium informiert Einrichtungsträger.
Beschäftigte in Krankenhäusern und Reha-Kliniken AstraZeneca Krankenhausbeschäftige werden in Krankenhäusern geimpft.
Personen unter 65 mit Vorerkrankung oder Behinderung gemäß zweiter Stufe mit hoher Priorität laut Impfverordnung AstraZeneca Voraussetzung ist ein ärztliches Zeugnis über die Erkrankung nach Paragraph 3 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe a bis i.
Buchung über www.impfterminservice.de
Beschäftigte in besonderen Berufsgruppen (z. B. Pflege, ambulante Medizin) AstraZeneca Benötigen eine Arbeitgeberbescheinigung als Nachweis. Die Terminvermittlung erfolgt über eine Sonderrufnummer oder über
www.impfterminservice.de
Erzieher und Lehrer von Grund-, Sonder- und Förderschulen AstraZeneca Buchung über www.impfterminservice.de
Die notwendige Arbeitgeberbescheinigung wird vom Bildungsministerium bereitgestellt.

Darüber hinaus soll es auch Impftage in ausgewählten Krankenhäusern geben (in OSL: siehe Punkt „Impfen in OSL“

Modellprojekt Impfungen in
Arztpraxen
AstraZenca Ab 3. März wird die KVBB im Modellvorhaben zunächst mit vier Praxen starten und die Zahl dann im Laufe des Monats auf gut 50 erhöhen. Geimpft werden soll in den Praxen und bei Hausbesuchen. Die Terminvereinbarung läuft über die beteiligten Praxen.

Quelle: Pressemitteilung „Brandenburg impft: Arztpraxen unterstützen Impfkampagne“ der Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg vom 03.03.2021

Weitere Informationen im Internet: https://brandenburg-impft.de

+++ Erreichbarkeit des Gesundheitsamtes +++

Eltern wollen den Termin der Schuleingangsuntersuchung verschieben, es gibt Fragen zum „Gesundheitsausweis“ oder Bürgerinnen und Bürger möchten sich über verkehrsmedizinische Begutachtungen erkundigen – Alle allgemeinen Anliegen können wie gewohnt und vorzugsweise via E-Mail an gesundheitsamt@osl-online.de geklärt werden.

Der Großteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes steht für einen telefonischen Kontakt zur Verfügung. Die Kontaktdaten des Gesundheitsamtes sind auf der Webseite des Landkreises abrufbar.

Aufgrund eines hohen Anrufaufkommens kann nicht jeder Anruf sofort entgegengenommen werden. Hierbei besteht die Möglichkeit, die Anrufbeantworterfunktion zu nutzen und die Kontaktdaten für einen Rückruf zu hinterlegen.

In den vergangenen Wochen wurde eine erhöhte Inanspruchnahme der Corona-Hotline des Landkreises für allgemeine Fragen an das Gesundheitsamt verzeichnet.

+++ Anzeigenkampagne beendet +++

Es war mitten in der zweiten Welle der Corona-Pandemie im Dezember vergangenen Jahres, als die Kreisverwaltung angesichts anhaltend steigender Infektionszahlen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz die Anzeigenkampagne „#FürmichfürOSL“ initiierte.

 

12 regionale Institutionen kamen in der Kampagne als Botschafter zu Wort und warben darum, weiterhin die bekannten Abstands- und Hygieneregeln im Blick zu behalten und dadurch einen Beitrag zur Entlastung der zwischenzeitlich stark angespannten Situation zu leisten: Das Klinikum Niederlausitz, das Theater neue Bühne Senftenberg, die Museen sowie Schulen des Landkreises, der Tierpark Senftenberg, der Kreissportbund, die Städte Senftenberg und Lübbenau/Spreewald, der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg, der Kreisfeuerwehrverband und die Tourismusverbände Lausitzer Seenland Brandenburg und Spreewald. Je eins der Motive wurde wöchentlich im Wochenkurier (Ausgaben Senftenberg und Spreewald) sowie online auf den Kanälen des regionalen TV-Senders seenluft24 veröffentlicht. 

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