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Neue Games, VR- und Serienprojekte mit 610.000 Euro unterstützt

New-Media-Förderung: Neue Games, VR- und Serienprojekte mit 610.000 Euro unterstützt

Berlin/Potsdam – Das Medienboard hat in seiner dritten Förderrunde im Bereich New Media 2 Serien und 5 Innovative Audiovisuelle Inhalte mit insgesamt 610.000 Euro unterstützt.

Helge Jürgens, Geschäftsführer Medienboard New-Media-Förderung: „Das Serien- und VR-Geschäft der Hauptstadtregion boomt weiter! Das zeigen einmal mehr die Projekte der aktuellen Förderrunde: Neue Partnerschaften zwischen Streaming-Plattformen und Sendern sind vielversprechende Signale. Und die vielfältigen und hochqualitativen Virtual-Reality-Einreichungen lassen die diversen Einsatzmöglichkeiten des Mediums immer offensichtlicher werden. Diese Potenziale möchten wir durch unsere Förderung unterstützen!“

Mit „MaPa“ (Readymade Films, Produktion 300.000 Euro) wird eine Berlin-Serie für die Plattform JOYN in Koproduktion mit einem deutschen Free-TV-Sender gefördert. „MaPa“ folgt in tragikomischen Geschichten dem Protagonisten Metin, der sich nach dem plötzlichen Tod seiner Freundin als alleinerziehender Vater einer einjährigen Tochter mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt. „MaPa“ behandelt die existentiellen Themen des Eltern- und Menschseins. Für Readymade Films ist „MaPa“ die zweite fiktionale Serie nach der erfolgreichen Produktion „Culpa“ (NBC Universal). Sie wurde bereits in der Entwicklung durch das MBB gefördert.

„Kaputt“ (Lozen Films, Entwicklung 35.000 Euro) entführt die Zuschauer*innen in die Berliner Technoszene, in deren Umfeld sich Geschichten rund um die Themen Herkunft, Gentrifizierung und Identität aufbauen. Mit den drei jungen weiblichen Hauptcharakteren der Serie, die alle unterschiedliche Erwartungen an das Leben haben, setzen die beiden Produzentinnen und Gründerinnen von Lozen Films ein starkes Zeichen für mehr Geschlechterausgewogenheit vor und hinter der Kamera.

Neues von Anotherworld VR, die mit „Pagan Peak VR“ gerade im Wettbewerb von Venedig („Venice VR“) vertreten waren: Die VR-Experience „Komez Alef O“ (70.000 Euro) erzählt die Geschichte von Victor Isserlis, der 1941 als Fünfjähriger mit seiner Mutter und seinen Großeltern vor den Nazis flüchtet und so den Holocaust überlebt. „Komez Alef O“ wird halb Zeugnis, halb Experience und verspricht, eine sehr persönliche Erfahrung zu werden.

Alle zwei Wochen verliert die Welt eine Sprache! Die VR-Experience „Kusunda“ (NowHere Media, 25.000 Euro) führt den User in die Welt der indigenen Sprache Kusunda. Protagonistin und Co Creator ist die 83-jährige Gyani Maiya Sendie, die ihre Jugend als Nomadin in den Wäldern Nepals verbrachte und die letzte Person ist, die die Sprache beherrscht. In der Multi-User-Installation findet durch den Einsatz von KI eine sprachbasierte Interaktion mit der Protagonistin statt.

Sergei Prokofjews „Peter und der Wolf“ in Virtual Reality (EuroArts Music International, 60.000 Euro): Durch eine Mischung aus animierten Figuren und fotorealistischen 360°-Aufnahmen wird eine magische immersive Welt geschaffen und das Märchen räumlich erlebbar gemacht. Ein Schwerpunkt liegt auf der musikalischen Wissensvermittlung, so dass die VR-Experience auch als pädagogisches Lehrmittel für Schüler*innen jeden Alters zum Einsatz kommen kann.

Im Serious Game „Just me! Love, Romance, Sex and Being You“ (Food for Thought, 40.000 Euro) schlüpfen die Spielenden in die Rolle einer Jugendlichen, die am Pride-Wochenende ihre Tante in Berlin besucht. Dort wird sie an wichtige Themen wie Identitätsfindung, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und die Vielfältigkeit der Gesellschaft herangeführt. Das Team von Food for Thought setzt sich vorwiegend aus weiblichen Akteurinnen der Berliner Gamesbranche zusammen, welche Computerspiele vor allem über GTBQI+, Gender, Identity und Sexuality entwickeln.

Im Single-Player-Horrorspiel „Ad Infinitum“ (Hekate, 80.000 Euro) geht es um einen deutschen Soldaten, der von der Front des Ersten Weltkrieges heimgekehrt ist. Von Schreckensvisionen verfolgt, müssen die Spielenden ihm dabei helfen, das Trauma zu überwinden. Dafür erkunden sie seine düstere und traumhafte Welt, welche durch Schauplätze und Ereignisse des Krieges gezeichnet ist. Mit Hilfe der Förderung wird ein Prototyp erstellt, später erscheint das Spiel für PC und Konsole.

Alle Förderergebnisse finden Sie hier

Nächste Einreichtermine
Serielle Formate und Innovative Audiovisuelle Inhalte: 19.11.2019

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