Werbeanzeigen

Neuer AOK-Gesundheitsatlas analysiert weit verbreitete Krankheit – Jeder neunte Brandenburger leidet an Diabetes

Potsdam, 12. November 2019. In Brandenburg leben im Vergleich deutlich mehr Menschen mit Diabetes Typ 2 als im Rest der Bundesrepublik. Der Anteil der an dieser Krankheit leidenden Bevölkerung liegt mit 11,2 Prozent deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 8,6 Prozent. Das zeigt der neue „Gesundheitsatlas Brandenburg“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Insgesamt leiden danach 281.000 Menschen in der Mark an Typ-2-Diabetes – das ist beinahe jeder neunte Einwohner.

Fundierte Informationen zum Krankheitsgeschehen

„Von Diabetes sind im Nordosten überdurchschnittlich viele Menschen betroffen, darunter auch in Brandenburg. Für uns als größte regionale Versorgerkasse sind die Ergebnisse des aktuellen AOK-Diabetes-Atlasses zwar nicht völlig überraschend, bestärken uns aber darin, uns in diesem Bereich weiterhin zu engagieren“, sagt Daniela Teichert, designierte Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost, im Vorfeld des Weltdiabetestages am 14. November. „Zugleich geben wir Ärzten ein Instrument an die Hand, das sie über die Entwicklung von Diabetes in ihrer Region fundiert informiert“, ergänzt Teichert.

Starke Unterschiede zwischen Stadt und Land

Der Diabetes-Atlas zeigt die Häufigkeit des Diabetes mellitus Typ 2 für die 18 Städte und Kreise des Landes. Die Auswertung mithilfe neuer Berechnungsverfahren bezieht sich dabei auf Abrechnungsdaten der AOK Nordost aus dem Jahr 2017.

Die Unterschiede zwischen den Regionen sind immens: So liegt beispielsweise die Typ-2-Diabetes-Quote in der Landeshauptstadt Potsdam bei 7,4 Prozent der Einwohner und damit unter den Quoten anderer Großstädte in Deutschland. In der Prignitz hingegen liegt die Quote bei 15,4 Prozent (vergleiche Grafik).

Jeder zweite Diabetiker ist älter als 70 Jahre

Allgemein gilt, dass Einwohner ländlicher Regionen häufiger an Typ-2-Diabetes erkrankt sind als Städter. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei, dass in den ländlichen Regionen häufig eine ältere Bevölkerung mit einem grundsätzlich höheren Erkrankungsrisiko lebt. Mit zunehmendem Alter steigt aber das Risiko: Mehr als die Hälfte der Menschen mit Typ-2-Diabetes in Brandenburg sind über 70 Jahre alt.

AOK setzt Fokus auf innovative Versorgung im ländlichen Raum

„Beim Thema Diabetes gibt es für alle Akteure im Gesundheitswesen weiterhin großen Handlungsbedarf – insbesondere im ländlichen Raum von Brandenburg und auch im Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern. Als Versorgerkasse vor Ort sehen wir es als unsere Aufgabe, die bestehenden guten Versorgungsansätze etwa über die strukturierten Chronikerprogramme weiter zu stärken und zugleich auch neue, innovative Ansätze etwa im Bereich Telemedizin voranzutreiben. Das ist für uns Anspruch – und genau das tun wir mit unserer AOK-Initiative „Stadt.Land.Gesund“, die eine bessere ländliche Versorgung zum Ziel hat“, so Teichert.

Telemedizinische Betreuung für Brandenburger Diabetiker

Für Patientinnen und Patienten mit dauerhaft zu hohen oder stark schwankenden Blutzuckerwerten bietet die AOK Nordost eine telemedizinische Betreuung an. Das dazu von der Emperra GmbH entwickelte ESYSTA System® verbindet handelsübliche Technologie zur Blutzuckerselbstkontrolle und zur Selbstinjektion von Insulin mit moderner telemedizinischer Technologie. Hier werden sowohl die Blutzuckerwerte als auch die gespritzten Insulineinheiten in Echtzeit in einem digitalen Diabetestagebuch erfasst. Der von den Patientinnen und Patienten autorisierte Arzt bzw. Ärztin kann jederzeit auf dieses Tagebuch zugreifen. Der vollständige Überblick über die gemessenen Blutzuckerwerte und über die gespritzten Insulingaben ermöglicht eine optimale Einstellung des Stoffwechsels.

„Weniger Krankenhauseinweisungen, Notfallbehandlungen und Folgeerkrankungen bei Diabetikerinnen und Diabetikern – das wollen wir mit unserem Telemedizinsystem ESYSTA erreichen. Möglich wird das durch ein lückenloses Monitoring von automatisch übertragenen Blutzuckerwerten und gespritzten Insulindosen. Patient und Arzt haben damit eine schnelle, vollständige und unverfälschte Datenbasis für die Therapie“, betont der Geschäftsführer und Gründer, Dr. med. Janko Schildt. „Unsere bisherigen Erfahrungen mit dem Einsatz von ESYSTA zeichnen ein positives Bild.“

Breites Spektrum an Betreuung für Volkskrankheit

Die AOK Nordost engagiert sich seit Jahren für eine bessere und strukturierte medizinische Versorgung von Typ-2-Diabetikern. So helfen die Behandlungsprogramme Curaplan Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 Diabetespatientinnen und -patienten, trotz ihrer Erkrankung gut zu leben. Sie stellen sicher, dass die Therapie auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt ist und diese speziell auf ihre Erkrankung geschult werden. Folgeerkrankungen werden so vermieden. Aktuell sind 77.000 Versicherte der AOK Nordost in Brandenburg in dieses Programm eingeschrieben.

Für Betroffene mit Folgeerkrankungen bietet die Gesundheitskasse in Brandenburg ein ambulantes Versorgungsprogramm für Menschen mit Adipositas an. Umgesetzt wird es gemeinsam mit den Havellandkliniken GmbH in Nauen und Rathenow. Die Teilnehmer erhalten eine professionelle Bewegungstherapie und lernen, wie sie ihre Ernährung dauerhaft umstellen. Zusätzlich zu Bewegungs- und Ernährungstherapeuten begleiten Psychologen und Ärzte die Teilnehmer durch das Programm.

Der „Gesundheitsatlas Brandenburg“ zu Diabetes mellitus Typ 2 steht zum kostenlosen Download unter www.aok.de/pk/nordost/inhalt/neuer-aok-gesundheitsatlas-analysiert-weit-verbreitete-krankheit/.

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: