Neuer Tag, neue Haftbefehle – Bundespolizei bringt Wildcamperin in Haft

#Halle (ots)

 

Nachdem die Bundespolizei in Halle bereits am 29.07.2021 einen Haftbefehl vollstreckte, ging es am frühen Freitagmorgen, den 30. Juli 2021 hiermit weiter: Gegen 02:45 Uhr weckte eine motorisierte Streife der Bundespolizei zwei Personen, die in der Nähe des Bahnhofs Halle-Ammendorf, an der Schnellfahrstrecke in einem aufgestellten Zelt schliefen und kontrollierte diese. Eine der beiden Wildcamper konnte keine Personaldokumente vorweisen, machte aber eigene Angaben zur Person. Mittels eines Abgleichs der Personaldaten mit dem polizeilichen Informationssystem konnte die Identität der 34-Jährigen zweifelsfrei festgestellt werden. Doch nicht nur das: Der Abgleich offenbarte zudem, dass die Deutsche gleich zwei Mal per Vollstreckungshaftbefehl von der Staatsanwaltschaft Halle gesucht wurde. Diese ergingen beide am 26. Juli dieses Jahres aufgrund von zwei Schuldsprüchen wegen mehreren Diebstahlshandlungen und Erschleichens von Leistungen. Hierbei wurde die Frau durch das Amtsgericht Halle am 2. September 2020 zu einer Geldstrafe von 1000 beziehungswiese am 26. März 2021 zu 600 Euro oder Ersatzfreiheitsstrafen von 100 beziehungsweise 60 Tagen verurteilt. Die vereinbarte Ratenzahlung aus dem Jahr 2020 hatte die Gesuchte gar nicht erst aufgenommen, lediglich einen Betrag von 10 Euro entrichtet, wodurch nun noch 990 Euro offen waren. Daraufhin erhielt sie bei der diesjährigen Verurteilung bereits eine Ladung zum Strafantritt. Diesem hatte sie sich jedoch bis heute nicht gestellt. Aus diesem Grund ergingen die Haftbefehle, welchen die 34-Jährige durch sofortige Zahlung von insgesamt 1914,90 Euro aus den beiden Verurteilung und den hinzukommenden Kosten entgangen wäre. Sie wurde festgenommen und die beiden Haftbefehle eröffnet. Die offenen Beträge konnte sie allerdings nicht begleichen und wurde dementsprechend an die Justizvollzugsanstalt Halle übergeben.

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