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Niederschlag schlägt sich kaum nieder: Wasserbewirtschaftung im Spree- und Schwarze-Elster-Gebiet bleibt besorgniserregend

Cottbus – Das Niederschlagsdefizit in Südbrandenburg liegt aktuell bei 375 Millimetern. Das entspricht einem halben Jahresniederschlag für die Station Cottbus. Deshalb musste bereits im April mit der Stützung des Abflusses der Spree durch die Talsperre Spremberg begonnen werden. Das geplante Absenkziel der Talsperre Spremberg für Ende Mai ist dadurch bereits schon zur Monatsmitte erreicht.

 

Wegen der weiterhin angespannten Abflussverhältnisse in den Einzugsgebieten von Spree und Schwarzer Elster wird die im Juni 2019 als Folge der extremen Trockenperiode einberufene länderübergreifende Arbeitsgruppe Ad-hoc-AG „Extremsituation“ auch weiterhin regelmäßig beraten. Die in dieser Woche zum 16. Mal zusammengekommene AG hat die Situation aktuell bewertet.

Spree

Durch die Trockenheit war im unteren Spreegebiet die vorgesehene Bewirtschaftung weiterhin nicht umsetzbar. Der Abfluss in der Spree am Unterpegel Leibsch beträgt 2,94 Kubikmeter pro Sekunde (11.05.2020) und liegt damit deutlich unter dem mittleren Abfluss für den Monat Mai von 9,37 Kubikmetern pro Sekunde. Aufgrund der bereits seit 27.04.2020 reduzierten Mindestabflüsse am Pegel Leibsch wurde die Arbeitsgruppe „Niedrigwasserbewirtschaftung“ mit Vertretern der betroffenen Landkreise und Wasser- und Bodenverbände einberufen. In dieser wurden Maßnahmen hinsichtlich der Steuerung im mittleren und unteren Spreegebiet besprochen, um den Abfluss der Spree zu stützen. Die Talsperre Spremberg hat einen aktuellen Beckenwasserstand von 91,79 Meter NHN (Normalhöhennull). Im oberen Einzugsgebiet der Spree (Sachsen) blieben die Niederschläge weiterhin gering, wodurch die Talsperren und die Bergbauspeicher weiterhin nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Die Talsperre Bautzen ist aktuell nur zu 74 Prozent gefüllt, und die Talsperre Quitzdorf steht im Zeitraum der Niedrigwasseraufhöhung 2020 weiterhin nicht zur Verfügung.

 

Schwarze Elster

An der Schwarzen Elster bleibt die Lage unverändert. Die Schwarze Elster führt auf einem sehr niedrigen Niveau Wasser. Der Wasserstand im Speicher Niemtsch konnte durch die konsequente Einspeicherung auf aktuell 98,90 Meter NHN gehalten werden. Die Stützung des Abflusses der Schwarzen Elster am Pegel Biehlen erfolgt weiterhin aus der Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza und dem Speicherbecken Niemtsch mit dem Ziel, die Wasserqualität unterhalb von Plessa zu stabilisieren. Aktuell beträgt der Abfluss am Pegel Biehlen 0,71 Kubikmeter pro Sekunde. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im Mai normalerweise bei rund 1,89 Kubikmetern pro Sekunde.

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