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Noch bis 8. Dezember Sonderausstellung „Potsdam unter dem Roten Stern“/ Öffnungszeiten verlängert

Öffnungszeiten der Ausstellung „Potsdam unter dem Roten Stern“ wegen großer Nachfrage in den letzten Ausstellungstagen verlängert

Noch bis 8. Dezember 2019 läuft die Sonderausstellung „Potsdam unter dem Roten Stern – Hinterlassenschaften der sowjetischen Besatzungsmacht 1945-1994“ im Potsdam Museum. Wegen der überaus positiven Besucherresonanz verlängert das Potsdam Museum in den letzten Ausstellungstagen von Donnerstag (5. Dezember) bis Sonntag (8. Dezember) seine Öffnungszeiten bis 19 Uhr.

Seit Mai 1945 befanden sich in Potsdam und Umgebung große Truppenverbände der siegreichen sowjetischen Streitkräfte – Deutschland hatte den Krieg verloren. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Potsdam zu einer der wichtigsten Garnisonen im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands.

Kalter Krieg und Mauerbau verfestigten alle Provisorien, Potsdam wurde zu einer festen Säule im Verbund mit anderen sowjetischen Garnisonstandorten auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone bzw. der späteren DDR. Erst die Ereignisse der Revolution in der DDR vom Herbst 1989, die „Zwei plus Vier-Gespräche“ von Vertretern der beiden deutschen Staaten mit den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs im Mai 1990 und schließlich die deutsche Einheit im Oktober 1990 gaben einen Ausblick auf das Ende der Besatzungszeit. Bis Ende August / Anfang September 1994 verließen die letzten Angehörigen der Siegermacht die Landeshauptstadt.

Fast fünfzig Jahre dauerte die Anwesenheit der sowjetischen Armee in Potsdam. Über deren Gliederungen und die räumliche Verteilung auf dem Stadtgebiet ist bis heute nur wenig bekannt.

In der ehemaligen DDR lebten insgesamt bis zu 700.000 Soldaten und Angehörige der sowjetischen Truppen, in Potsdam und in Krampnitz waren es zeitweise mehrere 10.000.

25 Jahre nach dem Abzug der Truppen aus Potsdam präsentiert das Potsdam Museum erstmals eine Auswahl aus den mehr als 1.500 in den Kasernen geborgenen Fundstücken. Neben originalen Exponaten aus dem Potsdamer Kasernen- und Offiziersalltag werden auch Fotografien und Karten gezeigt, die eine topographische Verortung der ehemaligen sowjetischen Liegenschaften im Potsdamer Stadtgebiet ermöglichen.

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