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Nonnemacher würdigt Arbeit von Selbsthilfegruppen – 25. Suchtselbsthilfetagung in Potsdam – Motto: „Was die Seele stark macht“

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher würdigt die Arbeit von Selbsthilfegruppen in der Suchthilfe. Bei der 25. Suchtselbsthilfetagung, die am heutigen Sonntag (23.02.) in Potsdam stattfindet, sagte sie: „Selbsthilfegruppen unterstützen Menschen, schwere Krankheiten und Probleme zu bewältigen. Sie vertreten aktiv die Interessen der Betroffenen gegenüber anderen Akteurinnen und Akteuren im Gesundheitswesen. Ihre Arbeit ist für eine gute Gesundheitsversorgung unverzichtbar.“ Die Tagung der Brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen (BLS) steht in diesem Jahr unter dem Motto „Was die Seele stark macht“.

Nach den Worten von Nonnemacher sind Selbsthilfegruppen seit Jahrzehnten ein eigenständiger Teil der Behandlung von Suchtkrankheiten: „Oft haben Selbsthilfegruppen eine große Wirkung und helfen, wo andere an ihre Grenzen stoßen. Sie lassen Betroffene spüren, dass sie nicht allein sind, sondern solidarisch in der Gruppe getragen werden. Dieses wirkungsvolle Geben und Nehmen kann kein Facharzt, keine Fachärztin leisten. Gerade in einem Flächenland wie Brandenburg stellen die Selbsthilfegruppen eine wichtige Anlaufstelle für suchtkranke Menschen dar, insbesondere nach einer stationären Therapie. Deshalb möchte ich heute allen Mitwirkenden für ihr ehrenamtliches Engagement und die Arbeit danken.“

In Brandenburg gibt es im Suchtbereich über 200 Selbsthilfegruppen, die regelmäßige Gruppentreffen durchführen. Die meisten Gruppen gibt es im Alkoholbereich. Außerdem gibt es Gruppen für Medikamentenabhängige oder für Menschen mit Essstörungen sowie Angehörigengruppen.

In ihrer Rede wies Ministerin Nonnemacher auf das Lotsennetzwerk Brandenburg hin, das im Jahr 2007 von der Brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen initiiert wurde. Speziell qualifizierte Lotsinnen und Lotsen begleiten für eine begrenzte Zeit hilfesuchende Menschen mit Suchtproblemen und deren Angehörige. „Die Lotsinnen und Lotsen sind Menschen, die eigene Erfahrungen mit Suchterkrankung haben. Sie motivieren Hilfesuchende dazu, sich helfen zu lassen, zum Beispiel von einer Selbsthilfegruppe oder Suchtberatungsstelle. So kann ihre Begleitung das richtige Angebot, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort sein. Denn es gibt viele Suchtkranke, die Hemmungen haben, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen“, so Nonnemacher. Die Lotsinnen und Lotsen engagieren sich freiwillig, ehrenamtlich und unter Koordinierung der BLS. Das Projekt wird finanziert von der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg, der AOK Nordost, der Barmer, der BKK Landesverband Mitte und der Deutschen Suchthilfestiftung.

Die Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen arbeitet als landesweite Koordinationsstelle in den Bereichen Suchthilfe, Suchtselbsthilfe und Suchtprävention. Das Gesundheitsministerium fördert ihre Arbeit im Jahr 2020 mit 305.600 Euro (2019: 292.400 Euro, 2018: 282.900 Euro).

Die Suchtselbsthilfetagung ist seit 1996 die landesweite Veranstaltung, auf der sich Selbsthilfevertreterinnen und -vertreter aus dem Land Brandenburg in Potsdam gemeinsam zu aktuellen Themen aus der Selbsthilfe austauschen.

Internet

Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen: https://www.blsev.de
Lotsennetzwerk Brandenburg: https://lotsennetzwerk.de/lotsennetzwerke/lotsennetzwerk-brandenburg/

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