Ortsumfahrung Cottbus/Chóśebuz – Zweiter Bauabschnitt macht Fortschritte

Mit der neuen Ortsumgehung Cottbus/Chóśebuz soll ein zusammenhängender, leistungsstarker Straßenabschnitt ohne Ortsdurchfahren und mit ausreichenden Überholmöglichkeiten für den Verkehr geschaffen werden. Über die Baufortschritte informierten sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann und Marietta Tzschoppe, Bürgermeisterin der Stadt Cottbus/Chóśebuz.

 

Bereits 2012 wurde der erste Verkehrsabschnitt der neuen Ortsumfahrung Cottbus umgesetzt. Mit dem Bau des zweiten Abschnitts wird nun der Netzschluss zur Autobahn A15 hergestellt. Der Startschuss dafür ist im Dezember 2020 mit den Vorbereitungen für den Bau einer Faunabrücke gefallen. Die Bauzeit für das gesamte Projekt dauert voraussichtlich bis 2025. Es gehört zu den größten Bauvorhaben des Landesbetriebs Straßenwesen in diesem Jahr.

 

Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister:

„Die Menschen in unserm Land brauchen und erwarten leistungsfähige Straßen. Hier in der Lausitz haben sie sehnlichst darauf gewartet, dass die Bagger rollen. Nach langer Planung laufen nun die Bauarbeiten zum zweiten Abschnitt der Ortsumfahrung Cottbus. Damit schaffen wir den wichtigen Lückenschluss zur neuen Anschlussstelle an der A 15 und entlasten die Anwohner nachhaltig von Lärm und Verkehr. Möglich wird das durch die zusätzlichen Mittel aus dem Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen. Rund 50 Millionen Euro investiert der Bund hier. Und das ist gut angelegtes Geld: für Infrastruktur, für Entlastung, für Leistungsfähigkeit.“

 

Guido Beermann, Verkehrsminister des Landes Brandenburg:

„Eine gute Nachricht für die Menschen in und um Cottbus. Mit dem Bau der Ortsumgehung wird die Vernetzung des Oberzentrums Cottbus und der Lausitz mit dem Bundesfernstraßennetz erheblich verbessert. Dies trägt gleichzeitig zur wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung der Lausitz bei. Der neue Verkehrsabschnitt reduziert zudem die verkehrliche Belastung in der Innenstadt von Cottbus und das Unfallrisiko insgesamt. Die besonderen ökologischen Rahmenbedingungen entlang der Strecke werden beim Bau großflächig berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir bereits die Planung des 3. Bauabschnittes der Ortsumgehung Cottbus beauftragt. Dies ist von großer Bedeutung für die Stadt Cottbus.

 

Marietta Tzschoppe, Bürgermeisterin der Stadt Cottbus/Chóśebuz:

„Die Baufortschritte hier begrüßen wir sehr, denn eine intakte Infrastruktur ist eine Voraussetzung für einen gelingenden Strukturwandel in Cottbus/Chóśebuz und der Lausitz ebenso wie für die Entwicklung unseres Cottbuser Ostsees. Dieser Tag ist aber auch Anlass, eindringlich darauf hinzuweisen, dass der 3. Bauabschnitt schnellstens umgesetzt werden muss. Denn erst dieser Abschnitt entlastet die Stadt und vor allem den Ortsteil Gallinchen vom Schwerlastverkehr im Süden.“

Die Kosten der Baumaßnahme in Höhe von rund 50 Millionen Euro werden aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen finanziert. Dieses Geld stellt der Bund zusätzlich zur Verfügung. Mit der verbesserten Erschließung des Oberzentrums Cottbus/Chóśebuz wird ein wesentliches Projekt im Zusammenhang mit dem Strukturwandel Lausitz umgesetzt.

Die Baustrecke umfasst eine Länge von etwa 8,2 Kilometer und reicht vom Knotenpunkt der Landesstraße L 49 mit der Bundesstraße B 168 bis zur neuen Anschlussstelle der Autobahn A 15 südöstlich von Cottbus/Chóśebuz. Damit erhält die Region eine weitere Autobahnanschlussstelle. Auch entsteht ein Knotenpunkt der B 97n mit der neuen Trasse der B 168n. Von dort wird die B 97n zur B 97 Richtung Guben geführt. Der Trassenkorridor B 97 und die Knotenpunktgestaltung B 97/ L 49 wurden unter der Beachtung von Brutplätzen des Seeadlers festgelegt.

Die Faunabrücke wird als biegesteifer Stahlbetonrahmen mit einer lichten Weite von circa
22 m über die Bundesstraße B 168 (später B 97n) und einer Breite von circa 30 m ausgeführt. Das Bauwerk verbindet die Lebensräume der Tiere in der Region.

Für die neue Kraftfahrtstraße sind Überholabschnitte und drei Knotenpunkte vorgesehen. Ergänzend dazu ist die Errichtung von 12 Brücken geplant. Darunter soll es neben der Faunabrücke auch weitere Durchlässe für Wildtiere geben. Außerdem werden Wege für den landwirtschaftlichen Verkehr gebaut.

Während der gesamten Bauzeit wird der Verkehr an der Baustelle über zweispurige provisorisch angelegte Umfahrungen vorbei geleitet.

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