Paritätische Besetzung von Fachbereichsleitungen

Der Dezernent für Zentrale Verwaltung, Dieter Jetschmanegg, informiert über den aktuellen Stand und erste Erfolge beim Thema Besetzungen von Fachbereichsleitenden – Positionen in einem Bericht für die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 4.11.2020. Mit Stand 15.10.2020 betrug der Anteil von Fachbereichsleiterinnen bei der Landeshauptstadt Potsdam 42 Prozent (acht weibliche Führungskräfte von 19 Fachbereichsleitungen – kommissarisch und derzeit vertretungsweise geführte Fachbereiche mitgezählt.)

„Die aktuellen und künftigen Auswahlverfahren werden zum einen für die Modernisierung und Weiterentwicklung der Verwaltungskultur mit einem einheitlichen Führungs- und Steuerungsverständnis genutzt. Zum anderen sind die Verfahren eine besondere Chance, eine paritätische Besetzung von Frauen und Männern auf der Ebene der Fachbereichsleitenden zu erreichen.“ so Jetschmanegg.

In enger Abstimmung mit der Gleichstellungsbeauftragten Martina Trauth werden Anforderungsprofile und Qualifikationsanforderungen gender- und diversitysensibel erarbeitet und formuliert. „Das ist wichtig, da ein gender- und diversitysensibler Sprachgebrauch für die Realisierung von Gleichstellung wesentlich ist“, so Martina Trauth. „Sie achtet auch darauf, dass geschlechtsstereotype Zuschreibung und Erwartungen im Bewerbungsverfahren vermieden werden. Die Einschätzung einer Person wird manchmal auch davon beeinflusst, ob sie sich geschlechterrollenkonform verhält. Verhaltensweisen zum Beispiel die eigene Meinung zu vertreten, gelten bei Männern durchweg positiv, können bei Frauen aber zu eher negativen Einschätzungen führen“, so Trauth.

Die Anforderungsprofile setzen einen starken Schwerpunkt auf überfachliche Kompetenzen, die für die Modernisierung und Weiterentwicklung der Verwaltungskultur als Führungskraft notwendig sind. Nahezu alle Stellenbesetzungen sind auch in Teilzeit möglich. Alle Stellenausschreibungen werden sprachlich geschlechterneutral (m/w/d) formuliert.

Die Auswahlverfahren werden 2-stufig und mittels strukturiertem Interview durchgeführt. Der Bedeutung der Auswahlverfahren wird auch dadurch Rechnung getragen, dass in den Bewerbungsgesprächen immer zwei Geschäftsbereichsleitungen anwesend sind.

Abgeschlossen ist bereits das Verfahren zur Besetzung der Fachbereichsleitung Personal und Organisation. Dr. Uta Kletzing hat ihren Dienst bei der LHP zum 15.10.2020 angetreten. Sie bringt als ausgewiesene Fachexpertin für die Umsetzung von Gleichstellung im Personalmanagement besondere Kompetenzen mit.

Derzeit laufen die Auswahlverfahren für die Fachbereichsleitungen der Fachbereiche Soziales und Inklusion (38) sowie Wohnen, Arbeit und Integration (39) und Kommunikation und Partizipation (51). Erneut ausgeschrieben werden die Verfahren für die Fachbereichsleitungen Bildung, Jugend und Sport (23) sowie Ordnung, Sicherheit und Gesundheit (32). Im ersten Verfahren kam es nicht zu einer erfolgreichen Besetzung. Es ist beabsichtigt, in diesem Verfahren künftig eine Doppelspitze mit unterschiedlichen Fachschwerpunkten auszuschreiben und damit ein Pilotverfahren für ein Co-Leadership zu implementieren. Das Verfahren für die Fachbereichsleitung 32 ist in Vorbereitung.

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