Perfider Betrugsversuch: tödlicher Unfall vorgetäuscht

#Stahnsdorf – 

07.09.2020 –

Gestern Nachmittag bekam eine Mittsechzigerin einen Anruf von einer unbekannten Nummer auf ihrem Festnetztelefon. Die Angerufene meldete sich mit ihrem Nachnamen und hörte daraufhin eine Frau, welche im Hintergrund sehr stark weinte. Sie fragte nach, ob es ihre Tochter ist, die am anderen Ende weinte und nannte dabei auch den Namen der Tochter. Darauf sagte die Frau mit weinerlicher Stimme: „Mutti, es ist etwas ganz Furchtbares passiert. Ich habe eine Frau umgefahren. Ich habe ihr die Vorfahrt genommen und sie ist vor meinen Augen gestorben. Ich muss den Hörer abgeben.“ Kurz danach meldete sich eine andere Frauenstimme und stellte sich Hauptkommissarin der Polizei vor. Sie fragte nun alle persönlichen Daten der angeblichen Tochter und von der Angerufenen ab. Die Frau am Telefon erklärte der Angerufenen dann, dass ihre Tochter psychologisch betreut wird und wegen dem Unfall für sechs Monate, bis zur Gerichtsverhandlung, in Untersuchungshaft kommt. Sie könne das jedoch abwenden, wenn sie mehrere tausend Euro zahlt. Als die Angerufene aber nachfragte, bei welcher Polizeidienststelle denn ihre Tochter sitze und dass sie vorbeikommen wolle, beendeten die offensichtlichen Betrüger das Telefonat – glücklicherweise ohne Beute gemacht zu haben.

So genannte Schockanrufe wurden der Polizei auch heute wieder mehrfach gemeldet. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang nochmals vor dieser Betrugsmasche und rät, niemals fremden Personen nur auf einen Telefonanruf Geld zu übergeben. Auch die Polizei wird am Telefon niemals nach Bargeld fragen oder für die Freilassung einer Person Geld verlangen.

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