„planet e.“ im ZDF über den Apfelstreit in Südtirol

Über das große Geschäft mit den Südtiroler Äpfeln und den erstaunlichen Widerstand einer kleinen Bürgerbewegung berichtet „planet e.“ im ZDF am Sonntag, 17. Oktober 202116.30 Uhr. Die Dokumentation „Gegen Gift – Apfelstreit in Südtirol“ steht ab Freitag, 15. Oktober 2021, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek zur Verfügung.

Umrahmt von den mächtigen Gipfeln der Ötztaler Alpen liegt in Südtirol die Gemeinde Mals, der Hauptort des Vinschgauer Oberlandes. Dort will eine Bürgerbewegung den Einsatz von Pestiziden verhindern. Per Volksabstimmung wurde schon 2014 der Pestizideinsatz auf den Apfel-Plantagen im Gemeindegebiet verboten. Seitdem tobt der Streit zwischen Apfel-Bauern und Apfel-Rebellen, da nur durch den massiven Einsatz der Pflanzenschutzmittel die Apfel-Monokulturen funktionieren.

Südtirol steht an der Spitze des Pestizid-Einsatzes in Europa. Bis zu 20-mal jährlich werden in den Apfel-Plantagen Pestizide ausgebracht. Zehn Prozent der gesamten Apfel-Ernte Europas kommen aus den engen Tälern Südtirols. Das sind rund 950 000 Tonnen Äpfel pro Jahr mit einem Umsatz von etwa 600 Millionen Euro.

Den Apfel-Rebellen geht es nicht nur um die eigene Gesundheit. Die Agrochemikalien verwehen weit in die Umgebung, Biobauern finden das Gift auf ihren Feldern. Man habe alles im Griff, sagen dagegen die Apfel-Bauern – und schrecken im Verbund mit der Südtiroler Landesregierung nicht davor zurück, jeden Kritiker wegen übler Nachrede vor Gericht zu zerren. Der Streit schlägt mittlerweile Wogen in ganz Europa – sehr zum Erschrecken der Südtiroler Tourismusmanager.

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