Planungswerkstatt für die westliche Insel in Neu Fahrland erfolgreich abgeschlossen

Das dritte und abschließende Treffen der Planungswerkstatt zur Bebauung der westlichen Insel in Neu Fahrland konnte heute Abend erfolgreich abgeschlossen werden. Ziel war die Erarbeitung eines konsensfähigen Bebauungskonzepts verbunden mit dem Anspruch, vielfältige öffentliche Räume zu schaffen.

Die Teilnehmer der von der Bauverwaltung der Landeshauptstadt Potsdam initiierten und am 27. April 2021 eingeleiteten Planungswerkstatt standen dabei vor der Herausforderung, bauliche Dichte mit den Qualitäten des ländlichen Raums zu verbinden und gleichzeitig die geplante Straßenbahntrasse zur Anbindung des Potsdamer Nordens sicherzustellen.

Im Ergebnis einigten sich die Mitglieder der Planungswerkstatt auf wichtige Prinzipien für das Planungskonzept für die Insel Neu Fahrland, das im weiteren Verfahren die Grundlage für den Bebauungsplan Nr. 143 „Westliche Insel Neu Fahrland“ bilden soll. Die städtebauliche Idee ist gekennzeichnet durch eine deutliche Reduzierung der baulichen Dichte und einen hohen Anteil an öffentlichen Grünflächen. Hervorzuheben ist dabei insbesondere die Aufwertung des Straßenraums der Tschudistraße/B2 durch zusätzliche Baumpflanzungen und attraktive Geh- und Aufenthaltsbereiche. Für die Insel selbst steht die öffentliche Nutzbarkeit als Ort der Begegnung mit verschiedenen Angeboten im Mittelpunkt. So sind unter anderem ein Zugang zum Wasser an der Robinsonbucht, ein Café, ein Bäcker und Platz für weitere Versorgungsangebote geplant.

Der Baubeigeordnete Bernd Rubelt erläutert hierzu: „Der ursprüngliche Siegerentwurf des Gutachterverfahrens aus dem Jahr 2015 wird den veränderten Ansprüchen der Bürgerinnen und Bürgern und den aktuellen Planungen zur Verlängerung der Straßenbahn nach Norden nicht mehr vollständig gerecht. Deshalb wurde durch die Bauverwaltung der Landeshauptstadt die Planungswerkstatt ins Leben gerufen zur Förderung eines direkten und offenen Dialogs.“ Teilnehmer der Planungswerkstatt waren Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses, des Ortsbeirats Neu Fahrland, des Gestaltungsrats, Vertreter des Immobilieninvestors sowie der Bauverwaltung.

„Der konstruktive und lösungsorientierte Austausch in der Planungswerkstatt“, so der Beigeordnete weiter, „war eine wichtige Voraussetzung für das erzielte Ergebnis, das nun Grundlage werden kann für eine Leitentscheidung der Stadtverordnetenversammlung.“ Eine entsprechende Vorlage soll voraussichtlich im Herbst in den politischen Beratungsprozess eingebracht werden.

In der Werkstatt thematisiert wurde auch die Frage, welche Baurechte aktuell auf der Insel bestehen. Auch wenn diese Baurechte keine Prägung für das zukünftige städtebauliche Konzept für die Insel bedeuten, sind sie dennoch wichtig für das weitere Verfahren, zum Beispiel für die Angemessenheitsprüfung im Rahmen des Baulandmodells. Deshalb wird eine Darstellung zu diesem Thema zusammen mit der Leitentscheidung vorgelegt.

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