Polizei stellt Kinder nach missbräuchlicher Fahrzeugnutzung in Hamburg-Rothenburgsort

#Hamburg (ots)

Zeit: 23.08.2020, 17:53 Uhr Ort: Hamburg-Rothenburgsort, Marckmannstraße

Nach missbräuchlicher Benutzung zweier Mietwagen: Polizei und Bundespolizei fahndeten mit Hubschrauber nach den flüchtigen Tätern. Zwei von ihnen waren erst 13 Jahre alt.

Ein Autovermieter alarmierte die Polizei, nachdem er festgestellt hatte, dass ihm zwei Mietwagen vom Parkplatz eines Autohauses in Horn fehlten und diese offenbar widerrechtlich benutzt wurden. Da der Verleiher sie orten und den Beamten Standortmeldungen geben konnte, kamen die Polizisten schnell auf die Spur der Fahrzeuge. In der Marckmannstraße in Rothenburgsort stoppten sie die Polos, indem sie einen Funkstreifenwegen quer auf die Fahrbahn stellten. Nachdem beide Wagen zunächst angehalten hatten und insgesamt fünf Personen daraus geflüchtet waren, rollten die Pkws nacheinander in die Beifahrertür des Streifenwagens bzw. das Heck des vorausgefahrenen Leihwagens. Beide Fahrzeuge waren mit Automatik-Getrieben ausgestattet, die in der Fahrstufe D belassen worden waren. An allen drei Fahrzeugen entstand hierdurch Sachschaden.

Ein 13-jähriger deutscher Junge, der auf dem Beifahrersitz eines Polos sitzen geblieben war, wurde durch die Beamten in Gewahrsam genommen.

Ein weiterer 13-Jähriger, ebenfalls Deutscher, wurde im Rahmen der Nahbereichsfahndung angetroffen und in Gewahrsam genommen. Nach ersten Ermittlungen dürfte es sich bei ihm um den Fahrer des zweiten entwendeten Polos handeln.

Die übrigen vier Flüchtigen konnten im Verlauf der Fahndung nicht mehr angetroffen werden.

Die beiden missbräuchlich benutzten Leihwagen wurden als Spurenträger sichergestellt und abgeschleppt. Der Streifenwagen wurde ebenfalls abgeschleppt, da er nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit war.

Die beiden 13-Jährigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ihren Erziehungsberechtigten übergeben.

Das für Jugendkriminalität in der Region Mitte II zuständige LKA 164 übernahm die weiteren Ermittlungen, insbesondere hinsichtlich der bislang unbekannten Komplizen.

Den Tatverdächtigen wird missbräuchliche Benutzung von Kraftfahrzeugen, Fahren ohne Fahrerlaubnis und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort vorgeworfen. Da aus den vorliegenden GPS-Daten hervorgeht, dass die Polos streckenweise mit über 140 km/h durch die Stadt bewegt wurden, wird außerdem wegen des Verdachts des verbotenen Fahrzeugrennens ermittelt.

%d Bloggern gefällt das: