Positive Bilanz der Ausweitung der Potsdamer Teststrategie

2506 Schnelltests an ersten beiden Tagen / Erfolgreiche Testreihe und hohe Beteiligung an den drei Schulen / Nächste Phase Pandemiebewältigung

Die Landeshauptstadt Potsdam zieht eine positive Bilanz nach den ersten Tagen der Ausweitung der Potsdamer Teststrategie. Seit Montag können Potsdamerinnen und Potsdamer in Apotheken und Testzentren in der Landeshauptstadt kostenlose Schnelltests durchführen lassen. Bis Mittwochabend haben insgesamt 2506 Bürgerinnen und Bürger dieses Angebot wahrgenommen. Fünf Schnelltestergebnisse waren positiv, die Bestätigung der PCR-Testergebnisse dazu stehen aktuell noch aus. Darüber hinaus sind in dieser Woche die systematischen Tests an drei ausgewählten Schulen gestartet.

„Unser freiwilliges Testangebot wird durch die Potsdamerinnen und Potsdamer gut angenommen“, so Oberbürgermeister Mike Schubert. „Das Testen ist ein Baustein für weitere Schritte zur Öffnung des gesellschaftlichen Lebens in den kommenden Tagen und Wochen. Durch die kostenlosen Schnelltests, die Testungen an den Schulen in dieser Woche sowie der Gemeinschaftsunterkunft und der Suppenküche, werden wir ein genaueres Bild der Infektionslage erhalten“, so Schubert.

Zu den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Kanzlerin, wonach ab Montag Öffnungsszenarien in Regionen möglich sind, sagt Schubert: „Es ist gut, eine Perspektive für die Wirtschaft und die Kultur zu haben. Aber der Begriff der Region ist ein Problem. Eine Stadt oder ein einzelner Landkreis für sich genommen ist keine Region. Wir betrachten in Potsdam wegen der Pendlerbewegung mit Berlin und dem Umland schon lange nicht nur unsere eigenen Werte. Dafür haben wir extra eine eigene Ampel entwickelt. Daher brauchen wir eine Klärung des Begriffs Region. Unsere Erfahrungen mit dem kostenlosen Testen in Kitas, Schulen und Apotheken können uns bei der Umsetzung der Teststrategie jetzt helfen. Deswegen wäre weitere landesweite Modelle zur schrittweisen Öffnung mit Testung, so wie beim Impfen mit Hausärzten vernünftig.“

Ergebnisse der systematischen Schultestungen

Am Dienstag sind in der Eliteschule des Sports „Friedrich-Ludwig-Jahn“ knapp 170 Schnelltests durchgeführt, die im Ergebnis alle negativ waren. Es gab eine hohe Bereitschaft zum Testen unter den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrerinnen und Lehrern. Gestern wurden in der Grundschule 3 Bornstedter Feld Tests angeboten. Insgesamt wurden 141 Schülerinnen und Schüler sowie 18 Personen aus der Lehrerschaft getestet. Am heutigen Donnerstag wurden Testungen an der Gesamtschule Schilfhof durchgeführt. 23 Personen aus der Lehrerschaft, eine Schulbegleiterin sowie 95 Schülerinnen und Schüler wurden getestet. Alle Schnelltests an den Schulen waren negativ. Um ein noch genaueres Bild der Infektionslage zu bekommen soll in der kommenden Woche auch eine Gemeinschaftsunterkunft sowie die Suppenküche einer flächendeckenden Testung unterzogen werden.

Bilanz Schnelltestungen der Erzieherinnen und Erzieher

Bereits zum 1. Februar wurden Schnelltests für Kitapersonal eingeführt. Seit dem 1. Februar wurden 5000 Spucktests pro Woche in den Kindertageseinrichtungen durchgeführt. Insgesamt waren das 20.000 Spucktests im Februar. Im gleichen Zeitraum gab es 18 positive Spucktests, die sich in der folgenden PCR-Abklärung alle als negativ erwiesen haben. Nach den PoC-Antigen-Tests in dieser Woche zeigten insgesamt 24 Schnelltests in Kindertageseinrichtungen und Hortes ein positives Ergebnis. Acht davon waren im Ergebnis des PCR-Tests negativ, die restlichen Ergebnisse der PCR-Tests stehen noch aus.

Nächste Phase Pandemiebewältigung

In den kommenden Wochen und Monaten wird es darum gehen, gleichzeitig die Pandemie zu bewältigen und die Stadt darauf vorzubereiten, durch kluge Teststrategien und Konzepte wieder mehr Öffnungen und Normalität im städtischen Leben zu ermöglichen – im Wirtschaftsleben, bei Kunst, Kultur, Sport und den Bürgerdienstleistungen. Nach einem Jahr in Doppelfunktion der Geschäftsbereichsleitung und Leiterin des Verwaltungsstabes wird die Beigeordnete Brigitte Meier im Laufe des Monats die Leitung des Verwaltungsstabes abgeben und die Fachbereiche Soziales und Inklusion sowie den Fachbereich Wohnen, Arbeit und Integration wieder komplett übernehmen. „Ich danke Brigitte Meier für ein Jahr vollsten Einsatz in der Bewältigung der Corona-Pandemie. Der Stab hat gute Arbeit geleistet und leistet sie noch, denn die Pandemie-Lage ist noch nicht beendet“, so der Oberbürgermeister. Die Koordinierung der Stabsarbeit wird im Laufe des Monats direkt dem Oberbürgermeister zugeordnet.

Ein Jahr Verwaltungsstab-Corona

Vor genau einem Jahr hat der Verwaltungsstab-Corona zum ersten Mal getagt. Insgesamt gab es seither 334 Lagebilder, 788 Seiten Lagebesprechungsprotokolle und 173 Sitzungsstunden. Die längste Sitzung fand am 22. März 2020 statt und dauerte 230 Minuten, die kürzeste Sitzung fand am 4. Januar 2021 statt und dauert 17 Minuten. Der Verwaltungsstab Corona wurde zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie eingerichtet und tagt aktuell drei Mal wöchentlich.

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