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#Potsdam: 10 Todesfälle und 160 bestätigte Fälle – Klinikum Ernst von Bergmann nimmt keine neuen Patienten auf

Mike Schubert: Ministerium wurde informiert und Robert-Koch-Institut um Amtshilfe gebeten | Medizinische Versorgung in Potsdam und Umgebung gesichert

Oberbürgermeister Mike Schubert und die Leiterin des Gesundheitsamtes Potsdam, Dr. Kristina Böhm, haben heute entschieden, die stationäre Aufnahme und Verlegungen in das Klinikum Ernst von Bergmann zu untersagen. Die Regelung greift ab sofort. Darüber informierten Schubert und Dr. Böhm heute gemeinsam mit Brigitte Meier, Beigeordnete für Gesundheit, Prof. Dr. Dorothea Fischer, medizinische Geschäftsführerin der Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH, und Oliver Pommerenke, Regional-Geschäftsführer des Alexianer St. Josefs Krankenhaus Potsdam. Grund der Entscheidung ist ein erhöhtes Infektionsgeschehen im Klinikum Ernst von Bergmann in den vergangenen Tagen.

„Das Ernst-von-Bergmann-Klinikum ist das Schwerpunkt-Krankenhaus für unsere Region. Es bestehen Erfahrungen mit dem Monitoring von Infektionsketten im Klinikbetrieb. Über die jeweiligen Schritte in dieser Situation haben wir regelmäßig an den Landeslagestab informiert und ich stehe in enger Abstimmung mit der Gesundheitsministerin Frau Dr. Nonnemacher. Am Dienstag haben wir auch das Robert-Koch-Institut um Amtshilfe gebeten, um uns bei der Klärung des Infektionsgeschehens zu unterstützen. Die medizinische Versorgung in Potsdam und im Umland ist weiterhin gesichert“, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert.

Bereits seit Mitte März wird im Klinikum die Zahl der Infizierten überwacht und die notwendigen Maßnahmen entsprechend angepasst. Inzwischen sind die Testergebnisse aller 530 Patienten im Klinikum da: bei insgesamt 17 weiteren Patienten, die zum Teil keine Symptome aufweisen, ist eine Coronavirus-Virusinfektion festgestellt worden. Zu den weiteren Sofortmaßnahmen, die am Wochenende begonnen und am Montag kommuniziert wurden, gehören: Das Klinikum Ernst von Bergmann ist nun unterteilt in einen separaten Bereich für Patienten mit dem Coronavirus und Bereiche für nicht infizierte Patienten. Zudem gibt es seit dem Wochenende ein erweitertes Abstrich-Management für alle Patienten und Mitarbeitende, die alle drei Tage auf das Virus getestet werden sollen. Damit sollen die Risiken einer Infektion im Krankenhaus weiter minimiert werden.

Vom Aufnahmestopp nicht betroffen sind im Klinikum die Geburtenstation sowie unabweisbare Notfälle. Die zentrale Notaufnahme in der Landeshauptstadt befindet sich ab sofort im Alexianer St. Josefs Krankenhaus in der Zimmerstraße. Das Klinikum stellt Personal zur Verfügung, um die Notaufnahme im St Josefs zu verstärken. „Die Zusammenarbeit zwischen den Kliniken ist in dieser außergewöhnlichen Situation sehr wichtig. Nur im gemeinsamen Handeln haben wir die Chance, die lokalen Auswirkungen der Krise zu bewältigen“, sagte Brigitte Meier, Beigeordnete und Leiterin des Corona-Verwaltungsstabes.

In Potsdam gibt es aktuell (Stand 17 Uhr) 160 bestätigte Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus. Mehr als 600 Menschen sind derzeit als Kontaktpersonen ersten Grades in häuslicher Isolation. Im Klinikum Ernst von Bergmann sind derzeit 61 Menschen mit Coronavirus-Infektionen in stationärer Behandlung. Davon befinden sich elf Patienten auf der Intensivstation, von denen zehn beatmet werden. Im Alexianer St. Josefs Krankenhaus Potsdam werden aktuell zehn Menschen mit einer Infektion stationär behandelt, davon ein Patient auf der Intensivstation. Seit Auftreten der Infektion in Potsdam sind insgesamt zehn mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben, davon sieben im Klinikum Ernst von Bergmann und zwei im St Josefs. Vier der Toten kamen aus Potsdam.

Alle Informationen zu diesem Thema finden Sie auf www.potsdam.de/corona.

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