Potsdam bewirbt sich als Smart City

Mike Schubert: Verwaltung und ihre kommunalen Unternehmen müssen und werden neue Lösungen finden

Die Landeshauptstadt Potsdam will eines der deutschen Modellprojekte einer Smart City werden. Die entsprechende Bewerbung am Förderprogramm des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) hat Oberbürgermeister Mike Schubert heute in seinem Bericht in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung angekündigt. Unter dem Titel „Gemeinsam aus der Krise: Raum für Zukunft“ ruft das BMI in einer dritten Staffel deutsche Kommunen dazu auf, sich auf das Programm zu bewerben. Es werden Projekte mit einem Umfang von bis zu 17,5 Millionen Euro gefördert. Teil des Programms ist sowohl die Entwicklung einer Smart-City-Strategie als auch die Umsetzung von Projekten.

Oberbürgermeister Mike Schubert in seinem Bericht vor den Stadtverordneten: „Die Verwaltung und ihre kommunalen Unternehmen müssen und werden neue Lösungen finden – finden müssen, um diese Stadt zukunftsfest zu machen und Zukunftschancen für Potsdam zu sichern. Wir treiben deshalb den Smart-City-Prozess voran, um mit einer Förderung vom Bund in diesen Wandel investieren zu können.“

Die Digitalisierung bringt Veränderung in fast alle unsere Lebensbereiche. Die Landeshauptstadt Potsdam möchte die Chancen der digitalen Transformation nutzen, um eine sozial gerechte, nachhaltige, zukunfts- und bürgerorientierte Entwicklung der Stadt zu ermöglichen. Dabei ist die Steigerung der Lebensqualität für alle Bürger*innen das zentrale Ziel von Smart City.

Die Landeshauptstadt plant, sich gemeinsam mit den kommunalen Unternehmen und weiteren Partnern auf diese Förderung zu bewerben. Dabei werden bestehende Initiativen gebündelt und gezielt neue Lösungen entwickelt. Hierzu bauen die Akteure auf Vorarbeiten wie Strategieklausuren und Vernetzungstreffen aus den vergangenen beiden Jahren auf. Seit dem Start in die Bewerbungsphase Anfang Januar dieses Jahres wurden unter anderem mehrere Vernetzungstreffen organisiert, um verschiedene Perspektiven mit in die Projektplanung einzubeziehen. Bis Mitte März wird in interdisziplinären Teams an der Bewerbung gearbeitet. Eine Erteilung des Zuschlages im Juli 2021 ist das Ziel.

Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet die Landeshauptstadt gemeinsam mit anderen Partnern in der Kommune zusammen, dazu zählen u.a. die Stadtwerke Potsdam GmbH, die ProPotsdam GmbH und das Klinikum Ernst von Bergmann GmbH, aber auch (Technologie-) Unternehmen, lokales Gewerbe, gemeinnützige Trägern, wissenschaftliche Einrichtungen und die Zivilgesellschaft. Smart-City-Lösungen können verschiedene Bereiche unseres Zusammenlebens beeinflussen – von der Stadtplanung, über Mobilität bis hin zu gemeinsamen Lösungen zum Klimaschutz in der Stadt. In Potsdam werden bereits seit 2019 erste Smart-City-Maßnahmen umgesetzt.

Beispiele für aktuelle Projekte sind unter anderem:

– Das Open Data Portal der Landeshauptstadt Potsdam, welches Daten zur Verfügung stellt, um die Transparenz der Verwaltung zu erhöhen und eine breite Datenbasis für Entscheidungen zu schaffen.

– Digitale Angebote wie Maerker Potsdam oder der Bürgerhaushalt, über die Bürger*innen in städtische Entscheidungen eingebunden werden.

– Das MaaS LAB Potsdam, das eine nutzerorientierte Planung von innovativen Mobilitätsangeboten am Bornstedter Feld ermöglicht.

Zu den konkreten, vorausgewählten Modellprojekten für Smart City Potsdam zählt u.a. das Pilotprojekt LoRaWAN der Stadtwerke Potsdam, wobei LoRaWAN für Long Range Wide Area Network steht. Die Technik ermöglicht den Datentransport für Sensoren, Aktoren und Zählern auch dort, wo eine Vernetzung mittels GSM nicht möglich ist. Zu den Modellprojekten zählen aber auch das Projekt der ProPotsdam „Verändertes Mobilitäts-, Freizeit und Arbeitsverhalten“, sowie „Neue Formate für die Stadtentwicklung“ der Landeshauptstadt Potsdam.

Mehr Informationen unter www.potsdam.de/smartcity

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