Potsdam erhält Preis für vorbildliche Straßenbegrünung

Potsdam erhält Preis für vorbildliche Straßenbegrünung

Stiftung „Lebendige Stadt“ zeichnet Landeshauptstadt für Projekt in Drewitz aus

Die Landeshauptstadt Potsdam ist heute von der Stiftung „Lebendige Stadt“ für ihr vorbildliches Straßengrünprojekt im Stadtteil Drewitz ausgezeichnet worden. Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, nahm den Preis von Simone von Ehren, Stiftungsratsmitglied der „Lebendigen Stadt“ entgegen. 68 Bewerbungen waren für den ausgelobten Bundeswettbewerb eingegangen, mit dem die Stiftung nach vorbildlichen öffentlichen Straßenbegrünungen gesucht hatte. Neben Potsdam werden auch Berlin, Friedrichshafen, Solingen und Iphofen/Bayern ausgezeichnet.

„In Potsdam-Drewitz ist es in vorbildlicher Weise gelungen, mittels Stadtnatur gleichzeitig soziale Stadtentwicklung zu betreiben. Die Entsiegelung großen Straßenraums hat die Großsiedlung nicht nur naturnaher, sondern auch lebenswerter gemacht. Dabei haben die Menschen vor Ort ihre Heimat mit geplant und ihr somit mehr Identität gegeben. Und ganz nebenbei ist es auch noch ein großer Beitrag zu mehr Biodiversität und Artenschutz“, sagt Simone von Ehren.

Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt betont: „Das Gartenstadtprojekt mit der energetischen Sanierung der gesamten Großwohnsiedlung ist einmalig in Brandenburg. Durch die Herausforderungen des Klimawandels ist die energetische und klimagerechte Stadterneuerung von besonderer Bedeutung.“

Das 2009 entstandene Konzept „Gartenstadt Drewitz – energetisch stark, energisch grün“ hat die Plattenbausiedlung Drewitz nachhaltig verändert: So sind beispielsweise die Asphaltflächen der ehemals vierspurigen Durchgangsstraße Konrad-Wolf Allee aufgebrochen worden; dort entstand ein grüner Stadtpark mit Spiel- und Wasserflächen. Rund 2,5 Hektar Asphalt wurden entsiegelt, um den Generationenpark zu entwickeln. Anhand dieses Projektes wird deutlich, wie sehr sich der Stadtteil gewandelt hat und welche Fortschritte gemacht wurden. Mit dem Umbau der Stellplätze und Verkehrsflächen der stark befahrenen Durchgangsstraße wurde das sogenannte „Grüne Kreuz“ zum allseits akzeptierten Stadtteilpark als Ort der Begegnung geschaffen. Das „Grüne Kreuz“ vervollständigt den barrierefrei umgebauten öffentlichen Raum und sorgt für kurze Wegeverbindungen innerhalb des Stadtteils. Auch die übergreifenden Maßnahmen in den Bereichen Energie, Verkehr, Freiraum und energetische Gebäudesanierung reduzieren den Energiebedarf und die CO²-Emissionen im Stadtteil enorm. Bernd Rubelt weiter: „Die Gartenstadt Drewitz ist auf dem besten Weg zum grünen und emissionsfreien Stadtteil Potsdams zu werden.“

Preiswürdig für die Stiftung „Lebendige Stadt“ waren öffentliche Straßengrünprojekte, die maßgeblich den Gemeinschaftssinn und die Identitätsstiftung fördern sowie einen ökologischen Beitrag für die Umwelt durch mehr Biodiversität und Artenvielfalt leisten. Die Grüngestaltung sollte unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern realisiert worden und eine dauerhafte Pflege des öffentlichen Straßengrüns gewährleitet sein.

Die Stiftung wurde 2000 vom Hamburger Unternehmer und Mäzen Alexander Otto gegründet. Sie verfolgt das Ziel, die kulturelle Vielfalt und Lebendigkeit der europäischen Städte zu fördern.

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