Potsdam übernimmt Patenschaft für Seenotrettung im Mittelmeer

Stadtverordnete stimmen für Partnerschaft mit Verein Sea Eye / Oberbürgermeister Mike Schubert schließt Patenschaft formal am Donnerstag in Palermo

Die Landeshauptstadt Potsdam übernimmt eine Patenschaft zur Seenotrettung im Mittelmeer. Das haben die Stadtverordneten am Mittwoch in einer Sondersitzung entschieden. Die Patenschaft mit dem Verein Sea-Eye beinhaltet das Bekenntnis zur Seenotrettung und die Durchführung geeigneter gemeinsamer Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Bündnis „Potsdam! Bekennt Farbe“. Die Laufzeit der Patenschaft soll vorerst zwei Jahre betragen. Für diesen Zeitraum ist eine finanzielle Unterstützung von 10.000 Euro pro Jahr durch die Stadt Potsdam an den Verein vorgesehen. Die Patenschaft wird Oberbürgermeister Mike Schubert am Donnerstag, 24. Juni, bei einem Besuch der Crew des Rettungsschiffes Sea-Eye 4 in Palermo offiziell mit dem Verein starten. „Seenotrettung ist eine humanitäre Pflichtaufgabe, egal aus welchem Grund die Menschen in Seenot geraten sind“, sagte Mike Schubert.

Die Stadtverordneten hatten den Oberbürgermeister Anfang des Jahres beauftragt, mit Unterstützung des Bündnisses „Potsdam! bekennt Farbe“ Konditionen für eine Patenschaft mit der zivilen Seenotrettung auszuhandeln. In der Sitzung des Bündnisses im Mai 2021 sowie in der dazu gegründeten AG des Bündnisses im Juni empfahl das Bündnis aus Institutionen und Vereinen eine Patenschaft mit dem Sea-Eye e.V. Die Mission Sea-Eye 4 wurde kürzlich beendet und konnte 408 Menschen vor dem Ertrinken retten. Eine weitere Mission steht unmittelbar bevor, die Stadt Potsdam wird diese Mission unterstützen.

Gleichzeitig erklärte sich die Arbeitsgruppe des Bündnisses „Potsdam! bekennt Farbe“ dazu bereit, die Patenschaft mit geeigneten Veranstaltungen zu unterstützen. Das Patenschaftskonzept des Sea-Eye e.V. sieht vor, die Patenschaft mit pädagogischen Angeboten und Informationsveranstaltungen zu begleiten.

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