Potsdam und Klinikum betreiben kommunale Impfstelle weiter

Die Landeshauptstadt Potsdam wird gemeinsam mit dem Klinikum Ernst von Bergmann die bestehende Impfstelle in der Innenstadt weiter betreiben und somit bis voraussichtlich Ende September 2021 ein ergänzendes, lokales Impfangebot absichern. Das hat Oberbürgermeister Mike Schubert heute gegenüber der Stadtverordnetenversammlung angekündigt. Die Impfstelle am Klinikum für die Potsdamerinnen und Potsdamer wurde Mitte März eröffnet, die Terminvergabe erfolgt über die Impfwarteliste der Stadt (www.potsdam.de/impfwarteliste).

Für das Impfzentrum des Landes Brandenburg in der Metropolishalle Babelsberg, betrieben durch die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB), endet der Vertrag zwischen Land und KVBB vorzeitig zum 31. Juli 2021. Die Landeshauptstadt wurde durch das Land aufgefordert, sich zu einer kommunalen Übernahme des Zentrums zu positionieren und gegenüber dem Land zu erklären. „Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile hat die Landeshauptstadt Potsdam dem Land fristgerecht mitgeteilt, dass sie das Impfzentrum in der Metropolishalle nicht übernehmen wird. Das heißt nicht, dass es in Potsdam kein Impfzentrum geben wird. Wir werden uns am Klinikum-Ernst-von-Bergmann dieser Aufgabe stellen“, sagte Mike Schubert. Das bewährte Angebot am Klinikum Ernst von Bergmann soll jetzt angepasst und erweitert werden. Planungsgespräche dazu laufen in der kommenden Woche an und notwendige Abstimmungen mit dem Land folgen.

Als die Impfzentren im Land Brandenburg zu Beginn des Jahres ihren Betrieb aufnahmen, waren sowohl der Impfstart und auch das Handling mit den Impfstoffen komplex und es gab keinerlei vergleichbare Erfahrungen. Vieles hat sich in den zurückliegenden Wochen verändert: Niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser und mobile Impfteams beteiligten sich an der Impfkampagne. Zukünftig unterstützen auch Betriebsärzte, Fachärzte und private Arztpraxen beim Impfen. Die KVBB bekräftigt weiterhin, dass Impfungen primär in den Arztpraxen und damit nah am bekannten Patienten bzw. der Patientin stattfinden müssen und können. Als zusätzliches Angebot bietet die Landeshauptstadt auch künftig eine kommunale Impfstelle.

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