Potsdamer Oberbürgermeister zur neuen Bevölkerungsprognose für das Land Brandenburg bis 2030

Am Montag wurde die neue Bevölkerungsvorausberechnung für das Land Brandenburg 2020-2030 veröffentlicht. Dazu sagt Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert: „Potsdam bleibt, so wie das gesamte Berliner Umland, auch weiterhin eine Wachstumsregion. Das ist ein Zeichen der ungebrochenen Attraktivität der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. Dass Potsdam nach den neuen Prognosen etwas behutsamer wächst, ist dabei ein gutes Zeichen. Es zeigt sich, dass Berlin mittlerweile auf immer weitere Teile der Region ausstrahlt, die Ansiedlungserfolge der brandenburgischen Landesregierung in den vergangenen Jahren werden diesen Trend noch verstärken. Mobile Arbeitsformen, wie wir Sie in der Zeit der Pandemie erlebt haben, und ein verstärktes Umweltbewusstsein sind eine große Chance für eine bessere Verteilung der Wachstumsdynamik von Berlin. Es ist heute nicht mehr nötig, unmittelbar an der Stadtgrenze von Berlin zu wohnen, wenn man in Berlin arbeitet aber in Brandenburg leben möchte. Wichtig sind gute Bahnverbindungen in die Bundeshauptstadt und ein guter Breitbandausbau im Land, um die anhaltende Dynamik der Metropole Berlin zu nutzen.“

In der Bevölkerungsprognose wird dabei die Aussage getroffen, dass in Potsdam bei einer noch dynamischeren Wohnungsbautätigkeit noch deutlich stärkere Bevölkerungszuwächse möglich wären. Dazu erklärte Oberbürgermeister Mike Schubert: „Es sollte nicht darum gehen, die Wachstumsdynamik an wenigen Orten zu konzentrieren, sondern möglichst in der Region zu verteilen. Das sich die Zuzugsdynamik nach Potsdam verringert und sich dadurch auch verstärkt in andere Bereiche des Landes verlagert, ist sinnvoll. Es ermöglicht der Stadt Potsdam mit einem verträglicheren Tempo zu wachsen. Dies ist verträglicher für Flächenverbrauch, für Stadtstrukturen sowie für das Verkehrsaufkommen und ermöglicht es besser, dass die soziale Infrastruktur mitwachsen kann und Probleme der Vergangenheit wie fehlende Kitas und Schulen der Stadt behoben werden. Wir müssen mit dem Land gemeinsam Instrumente entwickeln, die es uns ermöglichen, verstärkter und gezielter Wohnraum für den Bedarf von schon in der Stadt Wohnenden zu schaffen. Modelle der gezielten Förderung von bedarfsgerechtem Wohnungsbau wie es sie beispielsweise in anderen Bundesländern bereits gibt, könnten dazu einen Beitrag leisten.“

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