Potsdams Bäume leiden unter Trockenheitsstress

Bürgerinnen und Bürger können mit Wasser-Spenden helfen

Die Landeshauptstadt Potsdam bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung bei der Wässerung von Straßenbäumen und Bäumen auf öffentlichen Grünflächen. „Auch bei uns vor der Haustür macht sich der Klimawandel bemerkbar. Es reicht schon ein Blick aus dem Fenster, um die Auswirkungen des sich verändernden Klimas zu sehen. Die seit Jahren anhaltende extreme Witterung und die damit verbundene Dürre beeinträchtigen zunehmend die Vitalität unserer Stadtbäume. Das führt dazu, dass immer mehr Bäume gefällt werden müssen und ihre Lebensdauer sinkt. Um unsere Stadtbäume unter diesen Bedingungen zu erhalten, müssen sie regelmäßig gegossen werden – eine Mammutaufgabe“, sagt Lars Schmäh, kommissarischer Leiter des Fachbereichs Klima, Umwelt und Grünflächen.

Dieser Sommer ist der vierte Dürresommer in Folge. Die erheblichen Niederschlagsdefizite werden nicht durch kurze gewittrige Niederschläge aufgewogen und bringen keine wesentliche Entlastung für die Stadtbäume. Nachdem im Winter 2020/21 nur 80 Prozent des durchschnittlichen Niederschlags fielen, gab es zwar Niederschlagsereignisse im Frühjahr, jedoch liegen die Regenmengen im Juni bei nur circa 10 Prozent des langjährigen Mittels. Neben den allgegenwärtigen Beeinträchtigungen durch Autoabgase, verdichtete Böden, Hunde-Urin und winterliche Streusalze schwächt der hinzukommende Wassermangel die Bäume zusätzlich und macht sie zudem anfälliger für einen Schädlings- oder Pilzbefall.

„Die Mitarbeitenden des Bereiches Grünflächen wässern bereits mit allen verfügbaren Kräften. Eingesetzt werden Wasserwagen, Standrohre und zahlreiche mobile Sprenger. Auch Berufsfeuerwehr und in Potsdams Ortsteilen die Freiwilligen Feuerwehren unterstützen in Ausnahmesituationen. Für die ehrenamtlichen Einsätze bedanken wir uns ganz herzlich“, so Lars Schmäh.

Um die mit der Trockenheit und den hohen Temperaturen verbundenen Folgen zu mildern, können auch die Anwohner etwas für die Schatten- und Sauerstoffspender vor ihrer Haustür tun. Schon 40 bis 50 Liter (vier bis fünf Wassereimer Leitungswasser pro Baumscheibe zweimal wöchentlich) helfen einem Baum spürbar. Die Landeshauptstadt bittet die Potsdamerinnen und Potsdamer deshalb um solche Wässerungsgaben, die gerne auch aus Brauchwasser, zum Beispiel Regenwasser oder Wasser vom Gemüsekochen, bestehen dürfen und bedankt sich für jede Unterstützung.

Wenn ein vorheriges Lockern des Bodens möglich ist, verbessert dies die Versickerungsfähigkeit des Bodens. Nach dem Gießen unterbricht das Hacken des Bodens die Kapillaren und reduziert die Verdunstung. Während neu gepflanzte Bäume bis zu fünf Jahren von den Pflanzfirmen gewässert werden, besteht dringender Wässerungsbedarf insbesondere nach diesem Zeitraum für Bäume und Sträucher.

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