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Präsidentin der Weltkommission für Drogenpolitik in „Frontal 21“: „Repressive Politik gescheitert“

Die Präsidentin der Weltkommission für Drogenpolitik, Ruth Dreifuss, hält die repressive deutsche Drogenpolitik für gescheitert. Es gebe weltweit mehr Produktion illegaler Substanzen und auch in Deutschland mehr Konsum als je zuvor, sagte die ehemalige Präsidentin der Schweiz dem ZDF-Magazin „Frontal 21″. Die Sendung berichtet am Dienstag 22. Oktober 2019, 21.00 Uhr, im ZDF über das Scheitern der deutschen Drogenpolitik.

Dreifuss fordert eine Legalisierung und staatliche Regulierung von bisher illegalen Drogen: „Warum lassen wir diese Substanzen in den Händen von kriminellen Organisationen? Warum nimmt der Staat nicht die Verantwortlichkeit von der Produktion bis zum Detailhandel?“ Nach Auffassung von Dreifuss konsumiere die Mehrheit der Menschen, „ohne abhängig zu werden und ohne wirklich das Gleichgewicht ihres Lebens zu verlieren“.

Die Weltkommission für Drogenpolitik (Global Commission on Drug Policy) wurde 2011 von hochrangigen Politikern, Geschäftsleuten und Menschenrechtlern gegründet, darunter ehemalige Staatsoberhäupter von Brasilien, Kolumbien und Mexiko und der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan. Die Kommission setzt sich für eine Entkriminalisierung von Drogenkonsum ein mit dem Ziel, kriminelle Strukturen zu schwächen.

In „ZDFzoom“ ist am Mittwoch, 23. Oktober 2019, 22.45 Uhr, der Film „Deutschland im Rausch: Der verlorene Kampf gegen die Drogen“ von „Frontal 21″-Reporterin Anna Feist zu sehen.

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